Auf einem guten Weg

Frischer Wind im APC

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Zur Eröffnung des Römercafés „Taberna“ am APC in der vergangenen Woche wird die neue Pächterin Connie Gourguis (links), alias „Connie – die Diva“, auch von einem römischen Soldaten (Wolfgang Sollner von der Gruppe „Ballistarii Camboduno“) und einer Römerin (Beatrix Raimund) willkommen geheißen.

Kempten – Zum Start in die Museumssaison gibt es im Archäologischen Park Cambodunum neue Attraktionen. Es ist der Anfang einer Reihe von Aktualisierungen der in die Jahre gekommenen Präsentation von Römerfunden, wie Martin Fink, stellvertretender Kulturamtsleiter, beim Rundgang mit dem Kreisboten erklärte.

Was nicht nur Anwohner der Gegend um den APC besonders freuen wird, ist die Neueröffnung des Römercafés „Taberna“, wo ab sofort Connie Gourguis – vielen besser bekannt als „Connie, die Diva“ – sich um den Museumsshop, den Verkauf der Eintrittskarten für den APC und um den Cafébetrieb kümmert. Als „Connie – die Diva“ und Connie, die Gastgeberin, kann sie laut eigener Aussage optimal verbinden, was sie gerne tue: „Ich freue mich darüber, meine Gäste wieder als Gastgeberin umsorgen und bewirten zu können. Das ist einfach meine Leidenschaft – nach dem Singen“, freute sie sich bei der offiziellen Eröffnung in der vergangenen Woche über ihre neue Wirkstätte, in der sie noch mehr vorhabe. Neben Kaffee und selbst gebackenen Kuchen, kleinen Mittags- imbissen oder Frühstück für Gruppen auf Vorbestellung zu den Öffnungszeiten des APC, soll auch „Connie – die Diva“ mit kleinen Chansons-Abenden dort zum Zuge kommen. Außerdem ist die Vollblut-Diva selbst ebenso wie die Örtlichkeit für private Feiern buchbar, freut sie sich über ihre Doppelrolle im Römercafé.

Ein frischer Wind weht auch durch die römischen Relikte. Im überdachten Umlauf des Gallorömischen Tempelbezirks läuten die ersten Exemplare übersichtlich gestalteter Schautafeln mit Texten in deutscher und englischer Sprache eine neue Informationsära im APC ein. „Man wird nicht mit zu viel ungeordnetem Wissen strapaziert, sondern angeregt, aufbereitete Themenbereiche zu entdecken“, ist Fink von der neuen Form der Wissensvermittlung überzeugt. Dazu sind verschiedene Multimedia-Standorte im Entstehen, bzw. bereits in Betrieb, wie die virtuelle Prozession mit Opfergaben im Herkulestempel. Während dort die lebensgroßen und realistisch auf die Wand projizierten Römer ihre Opfergaben zum Altar tragen, erfährt man Wissenswertes rund um das Opferritual. Am Ende der Runde kann man die einzelnen, im fünfminütigen Film auch verwendeten Opfergaben noch genauer begutachten.

In Kürze soll laut Fink schon der Bau des Römer-Spielplatzes begonnen werden. Insgesamt sieht er die Entwicklung des APC unter Federführung von Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber und dem Althistoriker Dr. des. Christian Köpfer aus Augsburg auf einem guten Weg. Dass Letzterer auch auf „Reenactment” – die Nachstellung geschichtlicher Ereignisse in möglichst authentischer Weise – spezialisiert sei, „passt hier gut dazu“. Es werde ein Merkmal des neu gestalteten APC sein, „dass hier viel mit Rekonstruktionen gearbeitet wird“, kündigte Fink an.

Christine Tröger

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