Auf dem Weg in die deutsche Top Ten

Erfolgreiche Saison für Crossläufer Tobias Prater von der Leichtathletikgemeinschaft Allgäu 

Tobias Prater mit Langstreckenläuferin Miriam Dattke
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Tobias Prater mit der Langstreckenläuferin Miriam Dattke (Deutsche Meisterin über zehn Kilometer und im Halbmarathon) beim Wöhrd Zehner.

Kempten – Mit einer Supersaison ist der Läufer der LG Allgäu (TV Kempten) nicht nur einer der Allgäuer Spitzenläufer geworden, sondern auch in der Deutschen Spitze angekommen.

Schon im Frühjahr startete Tobias Prater mit sehr guten Ergebnissen in die Cross-Saison. Bei der Bayerischen Meisterschaft im Crosslauf in Buttenwiesen schrammte er mit Rang vier beim Lauf der U20 knapp am Podest vorbei. Drei Wochen später bei der Crosslauf DM in Sindelfingen lief er, auf einer sehr schweren Strecke, wieder ein sehr gutes Rennen und war im Ziel mit Platz elf in der männlichen Jugend U20 schon ganz nah an der Top Ten dran.

Von der direkt danach folgenden COVID-Wettkampfpause ließ er sich nicht beirren, sondern trainierte akribisch nach den Plänen von Kevin Key (ehemals LG Allgäu/TSV Betzigau, jetzt LG Telis Finanz Regensburg) weiter. Was sich auszahlen sollte. Mit einer Zeit von 15:38 Minuten über 5000 Meter qualifizierte sich der LG Allgäu-Läufer im Juli für die diesjährige Leichtathletik DM der U20. Dann hieß es jedoch abwarten, denn aufgrund der Coronakrise war das Starterfeld für die DM limitiert und nicht alle bereits qualifizierten durften teilnehmen. Trotz dieser Ungewissheit und der Absage weiterer Wettkämpfe trainierte Prater in vollem Umfang weiter. Ende August stand dann fest: Es hat sich gelohnt; er durfte Anfang September bei der Jugend DM in Heilbronn starten. In einem hochklassigen Starterfeld gab es nichts zu verlieren und voller Motivation ging Prater an den Start.

Das viele Training machte sich nun bezahlt und er konnte seine Bestzeit aus dem Qualifikationslauf sogar um 15 Sekunden verbessern und wurde mit 15:23 Minuten und einem hervorragenden achten Platz inmitten der zum Teil schon um ein Jahr älteren deutschen Elite belohnt. Mitte Oktober nutzte Prater noch die „late season“ und startete beim „Wöhrd Zehner“ in Regensburg über, wie der Name schon sagt, zehn Kilometer. Hier konnte er trotz des verwinkelten Kurses seine bisherige Zehn-Kilometer-Bestzeit um über 30 Sekunden auf nunmehr 32:28 verbessern.

Auf den zehn Kilometern hat Prater seine Bestzeit damit innerhalb eines Jahres um über zwei Minuten von 34:49 (2019) auf erst 32:59 (Zehn-Kilometer-Bahn) und nun 32:28 verbessert. Aus dem aktuellen Grundlagentraining heraus wird er noch einen Silvesterlauf absolvieren, sofern einer stattfindet, und sich dann wieder auf die Cross-Saison vorbereiten. Diese beginnt im März mit der DM im Crosslauf in Sonsbeck. Tobias Prater hofft natürlich, dass es in der nächsten Saison wieder mehr Läufe gibt und er seine Bestzeiten weiter verbessern kann.

kb

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