Erfolgreiches 2012

"Ein gutes Jahr"

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Bei der Abmilderung wirtschaftlicher Folgen durch die Schließung des Bundeswehrstandorts steht Kempten im Vordergrund.

Kempten – Auf ein aus ihrer Sicht erfolgreiches Jahr blickten jetzt die drei Kemptener CSU-Spitzenvertreter Dr. Gerd Müller (Bundestag), Thomas Kreuzer (Landtag) und Bezirksrätin Renate Deniffel zurück.

„Das war ein erfolgreiches und gutes Jahr im Allgäu“, betonte Kreuzer anlässlich eines Pressegesprächs. Die große Herausforderung in den kommenden Jahren sei, die Auswirkungen der Bundeswehrreform abzumildern. Dabei stehe vor allem Kempten im Vordergrund.

An Sinn und Zweck der Bundeswehrreform will keiner der drei Abgeordneten rütteln. „Die Reform war notwendig“, so Staatsminister Thomas Kreuzer. „Misslich ist, dass das Allgäu so stark betroffen ist.“ Bei der Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen durch die Auflösung der Standorte stehe zunächst Kempten im Vordergrund, da das Gebirgssanitätsregiment 42 wohl bereits 2014 aus der Ari-Kaserne abziehen werde. Dann, so Kreuzer, werde man sich um Sonthofen kümmern, dann um Kaufbeuren, das 2017 von den letzten Soldaten verlassen werden soll.

Kreuzer sprach sich in diesem Zusammenhang für einen „fließenden Übergang“ zwischen militärischer und ziviler Nutzung aus. „Es sollte nahtlos übergehen“, appellierte er. Denkbar wäre beispielsweise die Verlegung der Autobahndirektion Süd in die Kaufbeurer Straße. Damit könnte München entlastet und Kempten gestärkt werden. Möglich wäre auch die Ansiedlung von Gewerbe. „Das dürfte gut zu machen sein“, so Kreuzer. „Aus meiner Sicht gibt es gute Chancen, aus der Verwertung des Grundstücks Arbeitsplätze zu schaffen.“

Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Stadt in den Besitz des Grundstücks komme. Aufgabe der Politik sei, diese Bestrebungen zu fördern. „Man muss unterstützend tätig werden“, sagte Kreuzer.

Wirtschaftlich gesehen geht Kreuzer von einem guten Jahr 2013 („leichtes Wachstum auf hohem Niveau“) aus. „Ich gehe davon aus, dass wir in einem Jahr die Euro-Krise besser im Griff haben“, erklärte er. Viel mehr Sorgen mache er sich derzeit um die Währungen in Japan, den USA oder China. Dortige Schwankungen würden ein viel größeres Risiko für die Wirtschaft darstellen.

Mehr Chancengleichheit

Bezirksrätin Renate Deniffel wies auf die Bedeutung der Arbeit im Bezirkstag in Augsburg hin. „Es geht darum, wie kann ich den Menschen vor Ort das Leben lebenswerter machen“, sagte sie. Sie sprach sich für mehr Chancengleichheit für behinderte Menschen aus. „Die Chancen sollten gleich sein“, forderte sie. Daher sollten behinderte Kinder auch schon in der Schule auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden, forderte sie. Als gutes Beispiel dafür nannte sie das Förderzentrum St.-Georg in Kempten.  Matthias Matz

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