"Damit dürfte es funktionieren"

Durch den maroden und abgenutzten Belag der Laufbahn kann Wasser nur schwer und langsam versickern. Nun soll Abhilfe geschaffen werden. Foto: Matz

Niedergerissene Zäune, bemooste Spielflächen, Gras auf der Laufbahn. Kein gutes Bild gibt die Sportanlage des Allgäu-Gymnasiums ab. Deshalb soll die mittlerweile 40 Jahre alte Anlage schnellstmöglich wieder in Schuss gesetzt werden, wie Birgitt Richter, Leiterin des Amts für Kindertagesstätten, Schulen und Sport am vergangenen Mittwoch im Schul- und Kulturausschuss ankündigte. Die Stadträte nahmen das mit Zufriedenheit zur Kenntnis. Schließlich hatten einige von ihnen die Zustände bereits während der Haushaltsberatungen im November moniert.

Mitte Februar hatten sich Mitarbeiter der Verwaltung vor Ort in der Hermann-von-Barth-Straße umgeschaut. Der Eindruck war wenig erbaulich: „Dabei war der Gesamteindruck der Jahreszeit entsprechend schlecht, was die Wartung und Pflege angeht“, berichtete Richter am Mittwochabend. „Baulich wurden ebenfalls Mängel festgestellt, die jedoch mit einfachen Mitteln zu beheben sind und noch keine Generalsanierung rechtfertigen“, so die Amtsleiterin weiter. Im Einzelnen stellt sich die Situation wie folgt dar: Kugelstoßanlage: Die Anlage an sich ist unbeschädigt. Allerdings wachsen Büsche die Anlage zu und müssen deshalb geschnitten werden. Dazu kommt, dass die Aufprallfläche uneben ist. Der insgesamt ungepflegte Zustand wird durch die Stadtgärtnerei behoben. Allwetterplatz West mit Weitsprunganlage: Der Sprunganlage fehlen drei Blindbretter und ein Sprungbrett wölbt sich. Der Sand liegt neben der Grube und ist mit dem Rasen verwachsen. Der Belag des Platzes ist abgenutzt und teilweise vermoost. Allwetterplatz Ost: Der Belag ist ebenfalls abgenutzt und vermoost. Darüber ist etwa ein Quadratmeter kaputt und muss ausgetauscht werden. Laufbahn: Der Zustand ist insgesamt schlecht, Wasser versickert nur langsam. Außerdem wächst Gras in die Bahn und es sind Risse und Aufbrüche festzustellen. Außerdem hängt die Bahn an der Ostseite nach außen. Zaun: Der Zaun ist durch Zaunkletterer teilweise niedergedrückt, die Spannung fehlt. Umfeld Umkleidegebäude: Die Tornetze sind zerrissen und unbrauchbar. Der Torabstellplatz ist ungepflegt und ungemäht. Gärtnerei in der Pflicht Erste Hilfe soll laut Richter die Stadtgärtnerei mit einer größeren Frühjahrspflege leisten, damit die Anlage nach den Osterferien wieder genutzt werden kann. Unter anderem werden in diesem Zusammenhang die Belagsränder der Plätze und der Laufbahn nachgebessert, die Büsche beschnitten und die Kugelstoßanlage planiert und gereinigt. Außerdem sollen Schäden an den Plätzen und der Laufbahn repariert und die Weitsprunganlage renoviert werden. Der Rasen des Sportplatzes hingegen bekommt eine frische Düngung und die Zäune werden so weit wie möglich ausgebessert. Außerdem soll der Zaun beim Haupttor geöffnet werden, damit künftig niemand mehr drüber klettert. Die Beläge der Sportplätze sollen mit einer Hochdruckpumpe gereinigt werden. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung laut Richter längerfristig die Erneuerung der Beschichtung der Allwetterplätze angedacht, was rund 20000 Euro pro Platz kosten würde. Vor 2012 wird sich hier allerdings wenig tun. „Außerdem sind diverse Bäume zu beseitigen, um Verschmutzungen der Fläche zu reduzieren“, so Richter weiter. „Die Ballfangzäune sind langfristig ebenfalls zu erneuern.“ Eine komplette Sanierung der Laufbahn würde dagegen 250 000 bis 400 000 Euro kosten. „Damit dürfte es erstmal funktionieren, und dann sehen wir weiter“, kommentierte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) die Maßnahmenliste.

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