Am Tag der Deutschen Einheit

Danke-Demo: Auch Kempten singt mit Deutschland am 3. Oktober

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Auch Kempten macht mit bei der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“: Mit dem Kirchenlied „Großer Gott wir loben Dich“ probten Gerhard Kehl (li.), Pastor der Alpenchurch, mit Jörg Dittmar (am Piano), Ev. Dekan und Vorsitzender der ACK, zusammen mit Oberbürgermeister Thomas Kiechle (re.). Gesanglich wurden sie von einem Team der Alpenchurch und einem Vertreter des Ordnungsamtes unterstützt.

Kempten – Über 300 Menschen erwartet die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kempten (ACK) auf dem Hildegardplatz zur bundesweiten Aktion „3. Oktober – Deutschland singt“, am Tag der Deutschen Einheit.

Trotz oder gerade auch wegen Corona und mit entsprechenden Hygienevorschriften sollen sich die Menschen vor der St. Lorenz Basilika in aufgemalten Kreidekreisen versammeln, um im Kerzenlicht gemeinsam Freiheitshymnen, Kirchenlieder und Gospels zu singen. 30 Jahre nach dem Mauerfall soll die Deutsche Einheit so gefeiert und ein Zeichen gesetzt werden. In mehreren deutschen Städten und Dörfern erheben an diesem Abend, von 19 bis 20 Uhr, die Menschen friedvoll ihre Stimmen zu „Wind of Change“, „Großer Gott, wir loben Dich“ und „Amazing Grace“. 

Seit über 10 Jahren findet diese Aktion statt. „Es ist eine der wenigen übrig gebliebenen Aktionen mit Bürgerbeteiligung“, sagt Gerhard Kehl, Pastor der Alpenchurch und Organisator dieser Aktion in Kempten. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Kiechle findet diese auch in Kempten statt. Schließlich hält auch er das Singen für das richtige Zeichen, um Freude und Dankbarkeit auszudrücken. Dekan Jörg Dittmar, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bayern (ACK), erinnert sich an diesen geschichtsträchtigen Tag mit Glücksgefühlen zurück. Es ist das Jahr gewesen, in dem er sein Abitur gemacht hat. Damals sei Bayreuth voller Trabis gewesen und statt Strafzetteln habe das Ordnungsamt, Schokolade unter die Scheibenwischer geklemmt. „Ein Bild vom Paradies“, sagt Dittmar. 

„Wir sind fest entschlossen an diesem Tag zu singen – bei jedem Wetter“, betont Kehl beim Pressegespräch am vergangenen Freitag. Dabei empfiehlt er jedem Teilnehmer, Feuerzeug und Regenschirm einzupacken. Aber auch an die Mund-Nasen-Abdeckung sollte man denken, denn bis zum persönlichen oder zum haushaltszugehörigen Kreidekreis ist das Tragen gewünscht. Beim Singen dürfe dann der Schutz dann abgenommen, so Kehl. Trotz Abstand und Distanz verbinde gerade das Singen und schließe die Herzen über alle Gruppen, Konfessionen und über alle Generationen hinweg zusammen. Neben den mitwirkenden Chören und Bands freuen sich die Veranstalter der ACK besonders auch über die Teilnahme von Familien. Damit jeder mitsingen kann, gibt es die Liedtexte zur Aktion „Deutschland singt“ in digitaler Form zum Download unter: www. 3oktober.org, außerdem werden sie auf einer Bildschirmleinwand übertragen. 

Tamara Lehmann

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