"Das hat mir gefallen"

Am Rande des offiziellen Programms führte Bischof Konrad mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Katholischen Jugendfürsorge gute Gespräche. Fotos: kjf

Sehr interessiert und beeindruckt von der Arbeit der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) zeigte sich Bischof Dr. Konrad Zdarsa bei seinem Antrittsbesuch bei dem Gesundheits- und Sozialdienstleister in Kempten am vergangenen Mittwoch. „Bisher waren mir von der KJF nur diese drei Buchstaben bekannt, jetzt sind die Buchstaben mit Stoff und Fleisch gefüllt“, so Zdarsa.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst mit Kinder, Jugendlichen und Mitarbeitern aus verschiedenen Einrichtungen und Diensten der KJF wurden ihm die verschiedenen Angebote vorgestellt, die die KJF in Kempten und im Oberallgäu macht – „als Kirche“, wie KJF-Vorstandschef Prälat Günter Grimme betonte. Immerhin knapp 500 Mitarbeiter hat der Verband alleine hier, eine Fülle und Vielfalt, die Bischof Konrad sichtlich beeindruckte. „Hier ist das eigene Profil sichtbar geworden. Das hat mir gefallen“, so der Augsburger Bischof. So schilderte etwa die 18-jährige Tamara, die im Förderzentrum St. Georg eine Berufsausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe absolviert, dem Bischof ihren Werdegang; Prof. Dr. Michele Noterdaeme, Chefärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie beim KJF-Krankenhaus Josefinum, berichtete über die Arbeit ihrer Mitarbeiter in der Kemptener Klinik. "Höchster Standard" Bruno Angstenberger, Verwaltungsleiter der Alpenklinik Santa Maria, konnte dem Bischof die in seiner Klinik betriebene „Medizin auf höchstem Standard bei guter Atmosphäre“ nahebringen. Und die 16-jährige Rebecca aus dem St. Franziskushof Buchenberg schilderte, dass der Kontakt zu Tieren ihr helfen, ihre Aggressionen besser in den Griff zu bekommen. Am Ende des Besuchs wird der Bischof von einem Reporter gefragt, ob er den Eindruck habe, dass die Kinder und Jugendlichen in den KJF-Einrichtungen hervorragend aufgehoben seien. „Daran besteht kein Zweifel“, erklärt Zdarsa. Die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KJF) wurde 1911 gegründet und feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Sie ist ein Gesundheits- und Sozialdienstleister mit rund 80 Einrichtungen und Diensten im Gebiet zwischen Lindau, Neu-Ulm, Nördlingen, Aichach und Murnau. Dazu gehören unter anderem Angebote der Medizin mit mehreren Kliniken, der Berufsbildung für behinderte und nicht behinderte Jugendliche und Erwachsene mit Berufsbildungswerken und Vermittlungsdiensten, der Kinder- und Jugendhilfe mit Wohngruppen, Tagesstätten, Beratungsstellen und mobilen Diensten sowie mehrere Schulen. Die rund 3100 Beschäftigten des Verbandes helfen im Jahr 55 000 Kindern, Jugendlichen und Familien bei Schwierigkeiten und Fragen. Vorstandsvorsitzender der KJF ist Prälat Günter Grimme, Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Weihbischof Josef Grünwald.

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