"Das war mutig"

„Eine Ära ist zu Ende gegangen“, waren die Worte von OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) anlässlich der offiziellen Verabschiedungsfeier von Lothar Köster, der 16 Jahre lang das Haus der Senioren geleitet und entscheidend geprägt hat. Er habe aus dem Haus „ein lebendiges Zentrum der Begegnung, der Bildung, der Gemeinschaft“ gemacht, würdigte Netzer das Schaffen des Mannes, der mit seinem Gespür für die Bedürfnisse älterer Menschen unzählige Veranstaltungen und Projekte initiierte.

In diesem Zusammenhang nannte Netzer die in Kooperation mit der VHS ins Leben gerufene Seniorenakademie oder auch die im Haus vorgenommene „Ausstellungen mit Qualität“. Gleichermaßen habe Köster sich als Hausmeister und Handwerker betätigt, wenn es „an helfenden Händen fehlte“, oder bei Tagesfahrten, Diavorträgen und Lesungen mitgewirkt. Mehr als 37000 Gäste pro Jahr sprächen für sich, zeigte sich das Stadtoberhaupt beeindruckt. Nicht nur in seiner Funktion als Beauftragter des Stadtrats für Senioren, Behinderte und Heime, werde Köster das Haus auch weiterhin besuchen, im ein oder anderen Programm sei er dort ebenfalls weiterhin zu finden, freute sich Netzer. "Hilfsbereit und engagiert" Worte des Dankes fand ebenso Christine Weixler, Leiterin des Amtes für Senioren- und Wohnungsfragen, die Köster als „hilfsbereiten, engagierten und loyalen Mitarbeiter“ beschrieb. Als Vertreter der Besuchergruppen lobte Wolfgang Lehmbecker Kösters Wirken in dem Haus, das fast das verlängerte Wohnzimmer sein könne, „so wohl fühlt man sich hier“. Es sei mutig gewesen, „mir dieses Haus anzuvertrauen“, blickte Köster auf das damals „nicht unumstrittene“ Thema zurück. Inzwischen werde ein sehr umfangreiches Programm angeboten, das die Verwaltung personell allerdings kaum mehr bewältigen könne, richtete er den Wunsch nach einer „schnellen Lösung“ an Netzer. Die durch seinen Nachfolger Karlheinz Frick sicher „neuen Schwerpunkte werden dem Haus gut tun“, meinte er. Frick versicherte, er werde versuchen, „das Niveau zu halten“. Sichtlich tief gerührt erinnerte Köster an den im Oktober vergangenen Jahres verstorbenen Helmuth Fuchs, der die Seniorenakademie mitgegründet hatte, und mit ihm eine „große Sause“ vorgehabt habe sobald er in Rente sei. Auch literarisches – von Helga Greier – und musikalisches – von Martin Odstricil – gab es zur Feier des Tages. Und dem kleinen Chor aus Mitarbeitern und Hausgästen schlossen sich sogar der Oberbürgermeister und die Amtsleiterin an, um „Die Rente ruft“ stimmkräftig zu unterstützen.

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