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Das neue Dorfgemeinschaftshaus in Wilpoldsried wird feierlich eröffnet

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Von: Jörg Spielberg

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Das neue Dorfgemeinschaftshaus in Wilpoldsried wird feierlich eröffnet
Außen eine hübsche Fassade, im Inneren viel Platz für den Musikverein Wildpoldried e.V., örtliche Sportvereine und den Schützenverein, der einen neuen Schießstand erhält. © Spielberg

Nach einer 17-monatigen Baupause ist das Dorgemeinschaftshaus in Wilpoldsried nun fertiggestellt. Mitgeholfen bei der Finanzierung hat die „Bausteinaktion“ der Musikkapelle und des Schützenvereins

Planungen für den Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses, in dem zukünftig der Schützenverein und die Musikkapelle Wildpoldsried e.V. ihre neue Heimstätte finden sollen, liefen schon seit 2019. Nun konnten die Bürger vom Energiedorf Wildpoldsried freudig die Fertigstellung ihres neuen Dorfgemeinschaftshauses am Sportgelände Hungersberg feiern. 

„Über Jahrzehnte hinweg leisteten unsere Vereinsheime gute Dienste. Durch die gestiegenen Mitgliederzahlen und bauliche Anforderungen wurden unsere Räumlichkeiten allerdings zu klein“, sagt Andreas Mayr, 1. Schützenmeister des Wildpoldsrieder Schützenvereins und Mitinitiator der Idee eines Neubaus. Julian Speiser, 1. Vorstand der Musikkapelle Wildpoldsried zum Bau des Gemeinschaftshauses: „Wir wollten unseren Mitgliedern, Jugendlichen und kommenden Generationen auch weiterhin ein zukunftsfähiges Zuhause bieten. Darum war es uns so wichtig, ein neues Gemeinschaftshaus zu errichten.“

„Ein zukunftsfähiges Zuhause“

Entstanden ist nun nach nur 17-monatiger Bauphase ein sehenswertes Gebäude für ca. 2,6 Millionen Euro mit 1.172 Quadratmetern Nutzfläche für den Schützenverein, die Musikkapelle und den Ski- und Sportverein mit den Abteilungen Fußball, Radsport, Skisport, Stockschützen, Tennis, Tischtennis, Theater, Turnen und Volleyball. 

Der Bau bietet eine neue Schieß- und Bogenschießanlage, neue Proben- und Registerräume für die Musiker und für den SSV zwei Nutzungsräume für das vereinseigene Theater sowie Unterbringung von Equipment. In einem angebauten Stadel können weitere Utensilien u.a. für den Nikolausmarkt und das Maibaumfest untergebracht werden.

Die Finanzierung speiste sich aus vielen Mitteln

Die Finanzierung des Projekts war von Anbeginn schwierig, denn neben öffentlichen Fördermitteln durch das Amt für ländliche Entwicklung, 60 Prozent der Kosten wurden übernommen, musste ein erheblicher Teil der Kosten aus Eigenmitteln sowie aktiven Eigenleistungen aufgebracht werden. So waren die Projektinitiatoren, Bürgermeisterin Renate Deniffel und die Gemeinderäte auf die Unterstützung der Mitglieder der Musikkapelle und des Schützenvereins angewiesen. Sie riefen die „Bausteinaktion“ ins Leben. Förderer des Baus erhielten gegen eine Spende ab 250 Euro einen Baustein in Bronze, bei einer Spende über 500 Euro einen Baustein in Silber und bei einer Spende über 1.000 Euro einen Baustein in Gold. Alle Spender sind auf einer Ehrentafel im Eingangsbereich des Dorfgemeinschaftshauses verewigt. Auch Sachspenden, wie u.a. Holz waren während der Bauphase höchst willkommen.

Bei der Eröffnung wurde der nötige Mut und der Zusammenhalt für das Projekt betont

Nun wurde am Freitagnachmittag die neue Begegnungsstätte für Wildpoldsried feierlich mit Blasmusik der Musikkapelle Wildpoldsried und einer Segensfeier mit Pater Jacek Filipiuk und Pfarrer Vitus Schludermann feierlich eröffnet. Im Anschluss wurden die rund 100 Gäste der Veranstaltung in das Obergeschoss des Neubaus gebeten, in dem sich die Räume der Musikkapelle und des SSV sowie der große Veranstaltungsraum befindet. Unter den Gästen konnte Deniffel u.a. den stellvertretenden Landrat des Oberallgäus und Bürgermeister von Wiggensbach Thomas Eigstler, den Bürgermeister von Betzigau Roland Helfrich, den zweiten Bürgermeister von Haldenwang Matthias Amann und die Leiterin der Abteilung Landund Dorfentwicklung am Amt für ländliche Entwicklung Schwaben Julia Geiger begrüßen.

In ihrer Rede erinnerte Deniffel noch einmal daran, dass just zum Zeitpunkt des ersten „Lockdowns“ der Förderbescheid für ein Dorfgemeinschaftshaus das Rathaus erreichte. Da es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Impfstoff gegen das Virus gab, sahen sich Bürgermeisterin und Gemeinderat vor der Herausforderung abzuwägen, ob eine Investition in ein Dorfgemeinschaftshaus sinnvoll sei. „Wir haben uns getraut! Wir haben daran geglaubt, dass Brauchtum und Kultur, Ehrenamt und Vereinstätigkeit einmal mehr schwierige Zeiten überdauern werden. Heute dürfen wir mit großer Freude feststellen, dass sich Mut, Entschlossenheit und Zusammenhalt gelohnt haben! Dafür danke ich allen Beteiligten von Herzen“, so Deniffel.

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