"Das schaffen wir noch besser"

Die Projektbeteiligten Hans Fasser (v.l., Staatl. Schulamt), Dorothea Gessenharter (Fürstenschule), Oliver Scherm (Grundschule Immenstadt), Susanne Schmidt (Fürstenschule) sowie Bruno Wagner und Karin Siegel vom AÜW. Foto: Bitsch

Unter dem Motto „Energiewende Allgäu – wir sind dabei“ wurde vor kurzem im Allgäuer Überlandwerk (AÜW) der Schulwettbewerb 2012 vorgestellt. In der ersten Etappe des Wettbewerbs sind die Grundschulen der Jahrgangsstufen eins bis vier im Raum Kempten und Oberallgäu herzlichst eingeladen, mitzumachen. Anmeldeschluss beim AÜW ist der 30. April 2012.

Ziel ist es, den heutigen Schülern einen bewussten und sinnvollen Umgang mit Energie, von der Produktion bis zum Verbrauch, aufzuzeigen. Der Wettbewerb soll ihr Interesse wecken und schon in jungen Jahren das Bewusstsein schärfen. Allen teilnehmenden Schulen winken dabei attraktive Preise. Derzeit steigt der Stromverbrauch jährlich um etwa 1,5 Prozent. Der Strom stammt dabei zu rund 17 Prozent aus der Kernkraft, zu etwa 55 Prozent aus fossilen und sonstigen Energieträgern und nur zu knapp 28 Prozent aus erneuerbaren Energien (im Vergleich dazu liegt der bundesweite Schnitt der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen bei ca. 18 Prozent). „Das schaffen wir noch besser,“ befanden die neun Partner von AllgäuStrom und nahmen die Vorgabe des Kreistages als Herausforderung gerne an: Bis 2022 sollen 70 Prozent der im Oberallgäu und Kempten verbrauchten Energie aus regenerativen Quellen aus der Region erzeugt werden (so ein Beschluss des Oberallgäuer Kreistages im Juli 2011). Die heutigen Schüler werden diese Energiewende als heranwachsende Bürger aktiv miterleben und mitgestalten. Aber wie kann diese Wende im Allgäu gelingen? Wie kann der Stromverbrauch reduziert werden? Wie gehen wir in Zukunft mit der uns zur Verfügung stehenden Energie verantwortungsbewusst um? Wie können erneuerbare Energien gesellschaftlich verträglich, ökologisch und ökonomisch sinnvoll gewonnen und genutzt werden? Wie wird sich das Allgäu verändern, wenn wir mehr auf heimisch erzeugten Strom setzen? Dies alles sind Fragen, die die Schüler im Wettbewerb kreativ beantworten können. Fächerübergreifend können die Lernbereiche Umwelt- und Naturschutz, schonender Umgang mit lebenswichtigen Ressourcen sowie die Energiewende im Allgäu an jeder Grundschule fächerübergreifend im Unterricht eingebunden werden. Um die Kinder mit dem Thema „regenerative Energieerzeugung“ vertraut zu machen, können nach vorheriger Terminabsprache mit dem AÜW Energie-Erzeugungsanlagen wie Wasserkraftwerke, Solarparks oder Windkraftanlagen besichtigt werden. Wie die Schüler schließlich ihre Ideen zum Thema umsetzen, bleibt ihrer Fantasie überlassen. Folgende Möglichkeiten zur Umsetzung sind denkbar: Plastische Umsetzung: Bauen von Modellen (zum Beispiel eines Windrades) oder Nachgestalten von Landschaften inklusive regenerativer Energiequellen. Bildnerisch-kreative Umsetzung: Plakate, Bilder, Fotodokumentationen, Bildergeschichten, Comics, Collagen, Werbeplakate, Werbespots etc. Schriftliche und/oder mediale Umsetzung: Energiesparzeitung, Interviews und Reportagen, Dokumentationen, PowerPoint-Präsentationen, Energiespar-Quiz, kleine Filme/Werbespots zur „grünen Energie“ und anderes. Einsendeschluss für alle Arbeiten ist der 22. Juni 2012. Projekte können von ganzen Klassen, Arbeitsgruppen oder sonstigen Schülerteams bearbeitet werden. Voraussetzung dafür ist die Koordination durch einen Lehrer/Lehrerin. Jede teilnehmende Schule kann dabei zwar mehrere Projekte ausarbeiten, für den Wettbewerb darf jedoch nur ein Beitrag pro Schule eingereicht werden. Zur Beantwortung aller Fragen vor und während des Wettbewerbs stehen beim AÜW Kempten zur Verfügung: Karin Siegel, E-mail: karin.siegel@auew.de, Telefonnummer: 0831/25 214 50 sowie Bruno Wagner, E-mail: bruno.wagner@auew.de, Telefonnummer 0831/25 214 47. Auch können über die Internetseite www.auew.de sämtliche Informationen zum Schulwettbewerb eingeholt bzw. die benötigten Formulare herunter geladen werden. Darüber hinaus stehen für alle schulspezifischen Fragen rund um den Wettbewerb zur Verfügung: Oliver Scherm, Grundschule Immenstadt, Fachberater Umweltbildung, Telefonnummer 08323/96 35 11, Dorothea Gessenharter, Fürstenschule Kempten, Telefonnummer 0831/54 00 80 sowie Susanne Schmidt, Fürstenschule Kempten, Telefonnummer 0831/54 00 80. Attraktive Preise Jede teilnehmende Schule erhält für die Umsetzung ihrer Idee als Dankeschön einen Eeasy-Energy-Experimentierkasten im Wert von rund 70 Euro und einen Bücher-/Mediengutschein in Höhe von 100 Euro. Nach erfolgreicher Umsetzung werden die Arbeiten von einer fachkundigen, vielköpfigen Jury nach unterschiedlichen Kriterien bewertet. Die drei besten Beiträge werden jeweils mit einem „Betzold Experimentierkoffer – Alternative Energiequellen“ im Wert von rund 490 Euro belohnt. Als Sonderpreis wird unter allen teilnehmenden Schulen ein Energieführerschein (Wert ca. 600 Euro) verlost. Die Preisverleihung findet am 24. Juli im Schloss Immenstadt statt. Ausgewählte Arbeiten werden zudem im Schloss bis zum 31. August ausgestellt.

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