Debakel für SF

Mit einer 1,5:6;5 mussten sich die Schachfreunde in der Schwabenliga Süd jetzt dem Aufsteiger und Tabellenführer aus Memmingen überraschend deutlich geschlagen geben. Beide Mannschaften waren dabei in Bestbesetzung angetreten.

Dementsprechend enmtwickelte sich schnell eine spannende Partie: Volker Hermann geriet am fünften Brett in eine unbekannten Eröffnung, in der er sich nicht wohl fühlte. Wolfgang Grimm opferte in der Eröffnung einen Bauern, um seine Figuren schneller entwickeln zu können und Angriffchancen zu erhalten. Binak Berisha und sein Gegner tauschten schon sehr früh die Damen, wodurch das Spiel Endspielcharakter erhielt. Allerdings vernachlässigte Berisha die Entwicklung und stand bald unter Druck. Das spannendste Spiel bahnte sich aber am ersten Brett an. Thomas Garber hatte es dort mit der internationalen Meisterin Helene Mira zu tun, die mit einer aggressiven Eröffnung versuchte, ihn mit einem frühen Königsangriff zu überrollen. Der ließ sich aber nicht einschüchtern und startete einen kompromisslosen Gegenangriff. Nach einer Stunde Spielzeit war eigentlich noch alles drin, als Rolf Müller am siebten Brett etwas überraschend nach kurzer Zeit aufgeben musste. Auch Berisha wurde sein Entwicklungsrückstand zum Verhängnis. Damit stand es 0:2 für Memmingen. Einfach chancenlos Ein Garant für einen halben Punkt war Volker Hermann, der sich nach einigen Vereinfachungen mit seinem Gegner auf Remis einigte. Arno Becker brachte am achten Brett seine Figuren gegen den gegnerischen König in Stellung und stand zwischenzeitlich klar besser. Er verfehlte aber die beste Angriffsfortsetzung, stand plötzlich mit leeren Händen da und gab auf. Rainer Barthels war am dritten Brett die Eröffnung auch nicht besonders geglückt. Sein Alles-oder-Nichts-Angriff auf den gegnerischen König hatte ebenfalls keinen Erfolg. Der Mannschaftskampf war damit bereits mit 0,5:4,5 zugunsten der Memminger entschieden. In den restlichen Partien ging es nur noch darum, ein paar Ehrenpunkte einzufahren. Allerdings konnte Wolfgang Grimm aus seinem Stellungsvorteil kein Kapital schlagen und landete schließlich in einem verlorenen Endspiel. In einer sehr verwickelten Stellung erspielte sich Thomas Garber einen klaren Vorteil und überführte die Partie in ein vorteilhaftes Endspiel. Das blieb der einzige ganze Punkt für Buchenberg, denn am zweiten Brett verlor auch Wolfgang Bräu in der längsten Partie des Tages.

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