Dekan verpflichtet die neuen Diakonie-Vorstände

Das Team an der Spitze des Wohlfahrtsverbands der Evangelischen Kirche in Kempten ist wieder komplett

Dekan Jörg Dittmar und die Diakonie-Vorstände Roland Heinle und Roland Hübner.
+
Dekan Jörg Dittmar (l.) verpflichtet die beiden neuen Diakonie-Vorstände Roland Heinle (hinten) und Roland Hüber (r.)

Kempten – „Schön, dass wir jetzt so viel Rolands haben“, schmunzelte Dekan Jörg Dittmar nach der Verpflichtung der beiden neuen Diakonie-Vorstände Roland Hüber und Roland Heinle in der St. Mang-Kirche in Kempten. Mit der langjährigen ehrenamtlichen Vorständin Dr. Gertrud Späth ist das Vorstandsteam der Diakonie Kempten Allgäu/ Johannisverein damit offiziell wieder komplett.

An der feierlichen Zeremonie im Rahmen eines Gottesdienstes nahmen neben zahlreichen Vertretern der einzelnen diakonischen Einrichtungen auch Oberbürgermeister Thomas Kiechle, Wolfgang Janowsky von der Diakonie Bayern und Christoph Nunner von der Caritas Kempten – Oberallgäu teil. Gäste waren auch Stefan Gutermann von der Diakonie Memmingen und Corinna Deininger von der Diakonie Neu-Ulm. Was ist Diakonie überhaupt? Verwaltungsratsvorsitzender Professor Dr. Robert Schmidt nannte sie ein sozialwirtschaftliches Unternehmen. Es sei diese besondere Herausforderung, die Aufgaben für die einzelnen Menschen in christlicher Nächstenliebe mit den betriebswirtschaftlichen Anforderungen in Einklang zu bringen. Dekan Jörg Dittmar beschrieb in seiner Ansprache die Diakonie bildlich mit Starterkabel, Abschleppseil und Warndreieck. „Diakonie ist Hilfe zur Selbsthilfe.“ Hier ziehe man an einem Strang, stellte er fest. „Die Stärke einer Stadt erkennt man daran, wie sehr sie an dem Wohl derer denkt, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind“, machte Oberbürgermeister Kiechle deutlich. Die Diakonie sei für die Stadt immer schon ein verlässlicher und kooperativer Partner. Die Einführung in der St. Mang-Kirche könne auch als wichtiges Symbol der Menschlichkeit gewertet werden.

Kiechle sicherte zu: „Die Stadt Kempten und ich werden ein aufgeschlossener Gesprächspartner für das Diakonische Werk bleiben.“ DW-Bayern-Vorstand Wolfgang Janowsky ging in seinem Grußwort auf die Bedeutung des Namens Roland ein. „Er setzt sich zusammen aus den Elementen „Ruhm“ und „Land“ – ein gutes Omen für die Diakonie Kempten Allgäu.“ Die soziale Einrichtung sei in den vergangenen Jahren unter Indra Baier-Müller, der heutigen Landrätin, von 350 auf 460 Mitarbeiter angewachsen – ohne dabei die Tradition des Johannisvereins Kempten zu verleugnen. Auch hoffte Janowsky, dass das DW Kempten auch künftig mit einem Vertreter im DW Bayern vertreten sei. „Schön, dass Sie unserem Vorbild gefolgt sind“, erinnerte Nunner von der Caritas an die eigene Doppelspitze. Seit Sommer 2019 führen hier Jennifer Wörz und Christoph Nunner gemeinsam die Geschäfte. Nunner sprach aber auch die bisherigen gemeinsamen Projekte zwischen Diakonie und Caritas an: so die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) mit einem gemeinsamen Büro in der Bäckerstraße und das gemeinsame Stadtteilmanagement in Kempten-Ost. „Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte – mit Energie, Tatkraft, Gelassenheit, Humor und Gottes Segen.“

Das „letzte Wort“ gehörte den beiden neuen Vorständen und das teilten sie sich: „Wir freuen uns auf die gemeinsame Vorstandsarbeit in der Diakonie Kempten Allgäu. Es ist uns eine große Ehre, aber auch eine große Verpflichtung und Verantwortung, dieses Amt zu übernehmen. Von ganzem Herzen wünschen wir uns ein stets gutes und konstruktives Zusammenwirken mit allen Mitarbeitenden, Partnern, Kommunen, Kirchengemeinden und Verbänden. Wir werden unseren Teil zum Gelingen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit erbringen.“ Wesentliches Arbeitsfeld wird für das neue Vorstandsteam die Zukunftsentwicklung der Diakonie Kempten Allgäu sein.

Roland Heinle ist bereits seit dem 1. Oktober 1999 beim DW Kempten beschäftigt, zuerst im Aufbau der Personalabteilung, dann Personalleiter, seit sieben Jahren stellvertretender Geschäftsführer. Und seit dem 1. Januar 2020 als Vorstand. „Heinle steht für Kontinuität und kann seine Erfahrung aus über 20 Jahren diakonische Arbeit in den Vorstand einbringen“, meinte Verwaltungsratsvorsitzender Professor Dr. Robert Schmidt.

Roland Hüber hat einer kaufmännischen Ausbildung und einem anschließenden Betriebswirtschaftsstudium an der VWA Kempten noch ein Masterstudium in Wirtschafts- und Organisationspsychologie an der Donau-Universität Krems hinzugefügt. Nach Jahren in Wirtschaft, Industrie und Beratung war er zuletzt bei der St. Elisabeth-Stiftung, einem der großen Sozialunternehmen, in Baden-Württemberg tätig. Seit dem 1. Oktober 2020 ist Hüber Vorstand im DW Kempten. „Herr Hüber wird sicherlich seine umfangreichen Erfahrungen aus Industrie und Sozialwirtschaft bei uns einbringen können“, freute sich Schmidt.

Mori

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Reichsbürger feuert Schüsse in die Nacht
Reichsbürger feuert Schüsse in die Nacht
Bei XXXLutz ist Parkscheibe jetzt Pflicht
Bei XXXLutz ist Parkscheibe jetzt Pflicht
Der Ehe etwas gönnen
Der Ehe etwas gönnen

Kommentare