Spontane Demo auf dem Kemptener Rathausplatz

"Keine Gewalt gegen Frauen"

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Rund 250 Menschen demonstrierten am Sonntag Nachmittag auf dem Rathausplatz.

Kempten – Rund 250 Menschen demonstrierten am Sonntag Nachmittag auf dem Rathausplatz in Kempten gegen die Gewalt, die von Flüchtlingen an einheimischen Frauen und darüber hinaus grundsätzlich an Frauen verübt wird.

Initiiert wurde die Demonstration, die bei der Stadt und der Polizei angemeldet war, von einer Gruppe mehrheitlich Russlanddeutscher aus Kempten. Der spontanen und privat organisierten Aktion schlossen sich Menschen an, die ein Zeichen gegen das setzen wollten, was sich in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten ereignet hatte. Mehrere Rednerinnen, die von der Ostseite des Rathauses zu den Teilnehmern sprachen, berichteten auch von eigenen schlechten Erfahrungen, die sie mit bestimmten Gruppierungen aus dem Kreis der Flüchtlinge gemacht haben. Wichtig war den Veranstaltern darauf hinzuweisen, dass es sich um keine politische, insbesondere keine rechtsextreme Veranstaltung handelt. So wurden Besucher, die sich selbst einer eindeutigen rechten Gesinnung zurechnen, gebeten, die Veranstaltung zu verlassen. Auch wurde seitens des Veranstalters darauf hingewiesen, keine fremdenfeindlichen Parolen zu äußern.

Mehrere Redner und Rednerinnen berichteten anschließend von ihren Erfahrungen mit Flüchtlingen, von ihren Vorstellungen einer geregelten Einwanderung nach Deutschland und der Verpflichtung von Einwanderern sich an die hiesigen Sitten, Gebräuche und Wertvorstellungen zu halten. „Gleiches Recht und Bestrafung für alle!“ stand auf einem der Schilder, das von einer Frau hochgehoben wurde. Aber auch die Forderung nach einer Deckelung der Flüchtlingszahlen war auf einem der Schilder zu lesen. „Wir hätten uns mehr deutsche Teilnehmer gewünscht“, sagte eine der Veranstalterinnen, „aber viele Deutsche trauen sich nicht und haben Angst, in eine politisch rechte Ecke gestellt zu werden“.

Die Demonstration verlief friedlich, nur wenige Gegendemonstranten versuchten gelegentlich die Reden mit lautem Gegröhle zu stören.

Jörg Spielberg

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