Miteinander fördern

»Demokratie leben!« sucht engagierte Kemptener Persönlichkeiten

Junge Männer sitzen an Bildschirmen
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Schulen, Behindertenverbände, Kemptener Vereine wie Ikarus Thingers e.V., das Haus International und andere zivilgesellschaftliche Akteure sind aufgerufen, sich Projekte auszudenken, die das demokratische Miteinander, Diskussionskultur und Meinungsaustausch fördern.
  • VonAntonia Knapp
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Kempten – Der Stadt ist es gelungen, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in das Förderprogramm „Demokratie leben“ aufgenommen zu werden.

Für 2021 stehen bereits Fördermittel für zivilgesellschaftliche Projekte bereit. Der Ausschuss für soziale Fragen hat dem Folgeantrag zugestimmt, mit dem das Programm bis Ende 2024 fortgesetzt werden könnte, wobei zehn Prozent der Fördersumme aus kommunalen Eigenmitteln finanziert werden müssen. Zudem empfiehlt das Gremium dem Ausschuss für Personal und Verwaltung, am Amt für Integration eine befristete halbe Projektstelle zu schaffen. Neben dem Amt für Integration und der eigens eingerichteten Fachstelle an der Volkshochschule soll ein Begleitausschuss die unterschiedlichen Aktivitäten steuern, wie Thomas Baier-Regnery, Referent für Jugend, Schule und Soziales, erläuterte.

Nachdem der Ausschuss sich auch mit diesem Gremium einverstanden erklärt hat, wird die Stadtverwaltung demnächst verschiedene zivilgesellschaftliche Einrichtungen anschreiben und sie bitten, Kemptener Persönlichkeiten „mit Berufung und Talent“ für den neuen Ausschuss zu benennen. Der Stadtrat wird auf dieser Grundlage einen Vorschlag erarbeiten, wie die Steuerungsgruppe besetzt werden soll. Oberbürgermeister Thomas Kiechle trifft dann die abschließende Auswahl.

Das Bundesprogramm könne „eine echte Chance“ sein, um „den Wert der Demokratie immer wieder aufs Neue zu erkennen und wertzuschätzen“ – gerade in Zeiten, in denen „extremistische Gruppen in allen möglichen Ausprägungen“ aktiv seien, so Kiechle. Schulen, Behindertenverbände, Vereine wie Ikarus Thingers e.V., das Haus International und andere zivilgesellschaftliche Akteure sind aufgerufen, sich Projekte auszudenken, die das demokratische Miteinander, Diskussionskultur und Meinungsaustausch fördern, erklärt Baier-Regnery. „Demokratie leben!“ eröffne viele „kreative Möglichkeiten“: von Kunstaktionen über Storytelling bis hin zu politischer Bildung im Sportverein, wo sich die Spieler ja auch in Mannschaften und Teams auseinandersetzen und zusammenfinden.

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