Demonstranten versuchen ihr Glück

Landrat, OSK-Geschäftsführung und die Mitglieder des Kreistags sollen von der Notwendigkeit des Krankenhausstandpunktes Isny überzeugt werden. Dazu hat der „Runde Tisch“, ein Arbeitskreis zum Thema Krankenhaus, in seiner jüngsten Sitzung ein Konzept ausgearbeitet, mit dem verschiedene Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit koordiniert und mehr Schlagkraft in die Argumentation gebracht werden sollen. Erste Gelegenheit, das neue Konzept umzusetzten, gab es jetzt beim Besuch von Kreistagsabgeordneten in den Krankenhäusern Isny und Leutkirch und der anschließenden Sitzung des Sozialausschusses im Kurhaus.

Rund 100 Demonstranten hatten sich vor dem Isnyer Krankenhaus versammelt. Mit ihren Transparenten versuchten sie klarzumachen, wie sehr ihnen der Bestand des Krankenhauses am Herzen liegt. Zur Unterstützung waren auch 42 Kinder aus dem Felderhalde-Kindergarten mit ihren Betreuerinnen gekommen. Sie hielten mehrere Schilder hoch wie „ich will meine Oma im Isnyer Krankenhaus besuchen können“ oder „wer versorgt dann meine Platzwunde?“. Von den erwachsenen Demonstranten hatten ebenfalls einige Transparente dabei. Die anschließende nichtöffentliche Führung der Kreistagsmitglieder durch das Haus übernahm Kreiskämmerer Franz Baur in seiner Funktion als Geschäftsführer der kreiseigenen IKP (Immobilien Krankenhäuser und Pflegeheime). Zu Gesprächen mit den Mitgliedern des Kreistags kam es nicht. Vor dem Kurhaus fand dann die nächste Demonstration statt, bei der eine „Notfallversorgung“ sehr realistisch dargestellt wurde. Bewohner des Stephanuswerkes sowie eine Reihe weiterer Demonstranten wurden mit Theaterblut und Schminke in „Unfallopfer“ verwandelt. Dieses Szenario sollte die Kreistagsmitglieder zum Nachdenken anregen. Doch auch hier waren die Gesprächsansätze zu vermissen. Lösung soll her Die Sitzung des Sozialausschusses behandelte dann allerdings andere Themen. Zuvor gab Eva-Maria Meschenmoser jedoch eine erste Stellungnahme ab, in der sie mitteilte, dass zu diesem Zeitpunkt die Gespräche mit der Evangelischen Heimstiftung wegen des eventuellen Ausbaus des Krankenhauses zu einem Senioren-Kompetenz-Zentrum in Verbindung mit einer garantierten Grundversorgung noch nicht wieder in Gang gekommen sind. Wie am Tage danach zu erfahren war, ist es in dieser Angelegenheit aber so, dass Direktor Holst vom Stuttgarter Stephanuswerk „Prokura“ beauftragt wurde, die Gespräche fortzusetzen und nach einer konstruktiven Lösung zu suchen.

Meistgelesen

Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren
Grünes Zentrum in Kempten
Grünes Zentrum in Kempten

Kommentare