"Den Blick auf die Iller eröffnen"

Dietmar Markmiller, Vorsitzender der Kemptener Altstadtfreunde, setzt sich seit Jahren für eine Belebung des Illerumfelds ein. Am Freitag stellt er bei einer Ortsbesichtigung konkrete Ideen vor. Foto: Ferder

Die Iller durchfließt die Stadt Kempten auf einer Länge von rund 13 Kilometer, sowohl Industrie als auch Natur und Historie umgeben das Flussgebiet in der Altstadt. Um dieses Gebiet sowohl für Bürger als auch für Touristen künftig attraktiver zu gestalten, präsentierten Dietmar Markmiller und Dieter Schade vom Verein der Altstadtfreunde am vergangenen Freitagnachmittag das Konzept „Iller erleben“.

Die Iller spielte für die Kemptener Stadtentwicklung eine wichtige Rolle, denn die erste Ansiedlung entstand im Bereich der heutigen St.Mang-Brücke. Zur Zeit der Industrialisierung entwickelten sich Fabriken, wie Spinnereien und Webereien. Heute finden sich neben dem neuerrichteten Wasserkraftwerk, vor allem Spaziergänger, Fahrradfahrer und Touristen an den Ufern des Flusses. „Denn Stadtbild und Flusslandschaft sind eine Einheit“, so Dieter Schade vom Verein der Altstadtfreunde. Mehr Erlebnis Nun sollen die Bereiche rund um die Iller eine Neugestaltung erfahren, hierfür sind in einem Konzept 41 Punkte ausgearbeitet worden. „Ziel der Umgestaltung ist die Verbesserung der Wasserzugänge, sowie Erholungs- und Sportmöglichkeiten“, erklärte Dieter Schade, „zudem soll Kultur und Historie der Stadt mehr erlebt werden.“ Von den insgesamt 41 Erlebnisbereichen sind 17 Stationen für einen Lehrpfad vorgesehen, der flussabwärtsführend sowohl historische, industrielle, als auch landschaftliche Informationen und Anmerkungen bieten soll. Zusätzlich sind vier zentrale Informationsstellen geplant, die neben Informationstafeln zu Themen wie Hochwasserschutz, Altstadt und Sport, auch zusätzlich abrufbare Infos über Smartphones ermöglichen. Des Weiteren sieht das Konzept bis zu zwanzig bauliche Veränderungen vor, wie beispielsweise die Entfernung von Sträuchern am Flussufer, „um den Blick auf die Iller zu eröffnen“, so Altstadtfreunde-Vorsitzender Markmiller. Bessere Aussicht Im Mittelpunkt der Illerbegehung stand der Platz direkt an der St. Mang-Brücke, der „komplett neue Nutzungsmöglichkeiten erhalten soll“, wie Markmiller weiterhin erläuterte. Besonderer Gestaltungsvorschlag hierbei ist eine Panoramaplakette mit Blick auf die Altstadt, wo unter anderem Gebäude wie die St.-Mang-Kirche, das AÜW oder auch die St.-Lorenz-Kirche zu sehen sind. Auch der Zugang zum Wasser am Illerdamm, der insbesondere von Spaziergängern und Familien im Sommer zur Abkühlung genutzt wird, soll weiter verbessert werden. Zusammenfassend besteht das momentane Konzept aus verschiedenen vielseitigen Vorschlägen, die nun in einer Planungswerkstatt am 29. September noch weiterentwickelt werden sollen.

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