Historische Einblicke

Spannende Kapitel

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Im Beginenhaus kann morgen die Ausstellung „Verschwundenes Erbe” besucht werden.

Kempten – Wenn am morgigen Sonntag, 8. September, in ganz Deutschland zum Tag des offenen Denkmals historische Gebäude besichtigt werden können, gibt es auch in Kempten ein umfangreiches Programm zwischen 10 und 18 Uhr. Hier stehen Hexenprozesse und NS-Zwangsarbeit im Vordergrund.

Das Motto des Denkmaltags „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ greift eine zentrale Fragestellung der Denkmalpflege auf: Was ist wert, erhalten zu werden und weshalb? Was macht Denkmale unbequem und warum? Gibt es überhaupt „bequeme“ Denkmale? Nicht jedes Gebäude kann und muss erhalten werden. Jedoch ist für eine Gesellschaft eine gründliche Auseinandersetzung und Entscheidung darüber notwendig. Dabei spielen historische Zusammenhänge eine große Rolle. Auf diesen Aspekt haben die Organisatoren in Kempten bei der Zusammenstellung des Programms für den Denkmaltag vor allem Wert gelegt.

Wie schon in den Vorjahren, so steht auch heuer wieder ein sehr großes ehrenamtliches Engagement hinter den Angeboten, die spannende Kapitel der Kemptener Geschichte beleuchten wollen und werden. Das Kemptener Programm umfasst: Stadtführungen zum so genannten Hexenprozess von 1775 um 12, 14 und 16 Uhr, Treffpunkt ist am Zumsteinhaus; Führungen zum Thema „Zwangsarbeit in der NS-Zeit: Eine Spurensuche“, (10 und 13.30 Uhr ab Nonnenturm in der Burghaldegasse; Führungen entlang von Stolpersteinen, die an Kemptener Opfer der Nazis erinnern, 13 und 15 Uhr, ab Lesesaal Stadtarchiv, Rathausplatz 3-5; Ausstellung im Beginenhaus zum Thema „Verschwundenes Erbe – Abbrüche in Kempten zwischen 1800 und heute“, Führungen von 10 bis 16 Uhr im Haus, Eingang Burghaldegasse.

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