"Der Kampfgeist lebt"

Auftakt zum Superwahljahr: Die Kreisversammlung der CSU am vergangenen Donnerstag im Scheidegger Pfarrheim stand ganz im Zeichen der Neuwahlen. Mit 83,1 Prozent bestätigten die Christsozialen den Landtagsabgeordneten Eberhard Rotter im Amt als Kreisvorsitzender. Margarete Mader aus Röthenbach, Scheideggs Bürgermeister Uli Pfanner, Roland Freiberg aus Lindau und Michael Braun aus Lindenberg werden ihm künftig stellvertretend und unterstützend im Vorstand zur Seite stehen.

Der CSU-Slogan „Näher am Menschen“ sei von vielen Bürgern und Bürgerinnen in den vergangenen Jahren nicht mehr richtig wahrgenommen worden, stellte Eberhard Rotter in seiner Rückschau fest. Man müsse die richtigen Schlüsse ziehen, die Diskussionskultur verbessern und geschlossen auftreten. „Es gilt, Betroffene zu Beteiligten zu machen und nicht über die Köpfe der Bürger hinweg Entscheidungen zu treffen“, so der eindringliche Appell des alten und neuen Vorsitzenden. Die Zeit sei schwierig, aber die CSU habe klare Ziele. Schnell habe man in Bayern auf die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise reagiert und mit vereinten Kräften werde es auch gelingen, die soziale Marktwirtschaft neu zu beleben. „Jede soziale Gesellschaft braucht Verantwortung, die von den Menschen freiwillig gelebt wird“, sagte Rotter. Bayern solle zum familien- und kinderfreundlichsten Land werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Regierungsarbeit werde die Bildungspolitik sein. Auch die Lebensthemen gesundes Klima, gesunde Ernährung und sichere Energie haben die politisch Verantwortlichen im Blick. „Wir sind überzeugte Europäer und kämpfen für eine vernünftige Europapolitik. Wir treten ein für ein Europa der Regionen und für mehr Demokratisierung in der EU“, erläuterte Rotter mit Blick auf die kommenden Europawahlen. Die entscheidende Weichenstellung aber wird die Bundestagswahl am 27. September bringen. Wird die Republik künftig von CDU/CSU und FDP regiert oder gibt es ein Rot-Rot-Grünes Bündnis? Für Rotter gibt es keinen Zweifel, dass es zu einer bürgerlichen Mehrheit kommt. „Der Kampfgeist und die Gestaltungskraft in der CSU lebt. Wenn jeder größtmöglichen Einsatz bringt, werden wir die vor uns liegenden Aufgaben gut meistern“, rief der Vorsitzende den Delegierten zu. Keine Amtsmüdigkeit Auch nach 22 Jahren im Amt des Schatzmeisters kommt bei Helmut Pietsch keine Amtsmüdigkeit auf. Er stellte sich wieder zur Verfügung und die 63 Delegierten bestätigten ihn einstimmig im Amt. Verena Steib und Professor Thomas Kattler werden die schriftlichen Geschäfte des Kreisverbandes führen. Als Beisitzer wurden Margreth Neudert aus Weiler-Simmerberg, Karl Schober aus Lindau, Andreas Feneberg aus Heimenkirch, Uwe Giebl aus Hergatz, Anton Wiedemann aus Lindenberg, Renate Wiedemann aus Scheidegg, Dr. Klaus Adams aus Bodolz, Paul Straub aus Opfenbach, Hannelore Windhaber aus Lindenberg und Hans Buhmann aus Gestratz gewählt.

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