Kneippen macht Laune

Der Kneipp-Verein Kempten gibt Tipps für Zuhause: Kraft für den Alltag – die obere Extremität

Eine junge Frau in Turnschuhen und Sportkleidung macht auf einer Treppe Gymnastik, eine Kneippsche Übung.
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Übung für Anfänger.

Unser Immunsystem auf natürliche Weise zu stärken, ist das Gebot der Stunde. Nicht zuletzt deshalb stehen die wohltuenden Anwendungen nach Kneipp zur Zeit ganz hoch im Kurs. Dabei kommt selbst die gute Laune nicht zu kurz. Die einen haben ihre helle Freude an einer zu „neuem Leben“ erweckenden Klopfmassage. Andere wiederum erachten den erquickenden Gesichtsguss als wahres Lebenselixier. Es ist übrigens ganz leicht, für sich selbst herauszufinden, woran es liegt, dass Kneippen Laune macht. Einfach einige Anwendungen ausprobieren und – ganz wichtig – regelmäßig über einen längeren Zeitraum wiederholen. 

Die mit der Klopfmassage begonnene zwölfteilige Beitragsreihe „Kneippsche Anwendungen für Daheim“ setzt der Kreisbote jetzt fort. Heute heißt es, Kraft für den Alltag tanken. Dabei liegt die Betonung auf Übungen für die oberen Gliedmaßen. Tag für Tag sind unsere Arme und Hände unzählige Male im Einsatz. Wie selbstverständlich greifen wir nach Tassen im Geschirrschrank, drehen das Lenkrad im Auto und tragen Getränkekästen in den Keller. All das erfordert recht viel Kraft.
Schenken wir unseren „Alltagshelfern“ daher heute einmal unsere ganze Aufmerksamkeit. Kräftigen wir mit Unterstützung von ProPhysio unsere Arme und Beine, aber auch den Schultergürtel.

Mit den folgenden drei Übungen beugen wir zudem jedweden Problemen in den oberen Gliedmaßen vor. Ein Satz noch zu den beiden Fotos: Die Übung auf dem Foto unten zeigt einen höheren Schwierigkeitsgrad.

Der Liegestütz

Die Übung wird bekanntermaßen in Bauchlage durchgeführt. Positionieren wir unsere Hände schulterbreit. Handgelenke und Schulter bilden dabei eine Linie. Die Knie berühren sich auf dem Boden, während sich die Füße in einem leichten Schwebezustand befinden. Nun beugen wir die Ellenbogen und bewegen die Brustwirbelsäule geradlinig Richtung Boden. Der Rumpf bleibt stabil, damit die Lendenwirbelsäule nicht ins Hohlkreuz fällt. Der Erfolg dieser Übung ist garantiert, wenn es gelingt, das Gewicht überwiegend über den Händen zu halten und es nicht auf die Knie zu verlagern. Bei der leichteren Variante stützen wir uns im Stand mit unseren Händen gegen eine Wand. Alles Weitere wie bei der ersten Version. Je weiter wir uns von der Wand entfernen, desto schwerer wird die Übung.

Übung für Fortgeschrittene.

Treppen-Training

Wozu eine Treppe doch alles gut ist. Geradezu ideal, um die Oberarme zu stärken. Wir setzen uns auf eine Stufe und stützen uns auf der nächsthöheren ab. Die Füße befinden sich drei bis vier Stufen tiefer als die Hände. Je tiefer wir die Füße positionieren desto schwerer wird die Übung. Strecken wir nun die Ellenbogen und das Gesäß hebt ab. Beugen wir diese langsam und das Gesäß senkt sich wieder in Richtung Stufe. Achten wir auf einen stabilen Rumpf und ziehen die Schulterblätter nach hinten zur Wirbelsäule. Bei der leichteren Variante verändern wir lediglich die Fußposition. Je höher die Füße desto leichter.

Starke Schultern

Mit der letzten Übung werden der Schultergürtel und die Arme gekräftigt. Wir stellen uns schulterbreit hin. Dann beugen wir die Knie und neigen den Oberkörper leicht nach vorne. Jetzt heißt es, den Bauchnabel Richtung Wirbelsäule ziehen und beide Arme nach oben strecken. Der Rücken bleibt aufrecht, die Hände zeigen zur Decke. Wer möchte, kann den Schwierigkeitsgrad noch erhöhen, indem er zwei Gewichte, zum Beispiel Wasserflaschen, in die Hände nimmt. Bei der leichteren Variante benutzen wir als Führungshilfe einen Walking-Stock oder Besenstiel.

Bleibt noch die Frage, wie lange eine Übung ausgeführt werden soll. Da orientieren wir uns gern an Sebastian Kneipp, der das regelmäßige Wiederholen einer Anwendung immer wieder in den Vordergrund rückte. Sich selbst fordern ja, aber bitte nicht überfordern.

Zum guten Schluss noch ein Tipp vom Kneipp-Verein Kempten: Kraft für den Alltag tanken lässt sich auch in bewegten Bildern mit Ton erleben. Und zwar unter der Internet-Adresse www.kneipp-bund.de.

Weitere Kneipp-Tipps für Zuhause aus der Kreisboten-Reihe:

kb

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