Serie: Kneippen macht Laune

Der Kneipp-Verein Kempten gibt Tipps für Zuhause: Starke Mitte – Training für den Rumpf

Eine junge Frau sitzt auf einer Matte am Boden und zeigt eine Gymnastikübung nach Sebastian Kneipp für Fortgeschrittene.
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Starke Mitte Fortgeschrittene.

Zunächst war von einer sechsteiligen Beitragsreihe die Rede. Dann wurde die Serie „Kneippsche Anwendungen für Daheim“ auf zwölf Teile ausgedehnt. Und nun Teil 13. Das verwundert nicht nur unsere Leserinnen und Leser, sondern hat auch uns von der Redaktion einigermaßen überrascht.

Alles begann mit der zu „neuem Leben“ erweckenden Klopfmassage. Nur wenige Tage später erreichten uns erste Reaktionen von Seiten der Leserschaft. Die Leser unserer Zeitung zeigten sich beeindruckt, mit welch einfachen Mitteln die wohltuende Anwendung nach Kneipp in die Praxis umgesetzt werden konnte. 

Als positiv wurde auch der geringe Zeitaufwand empfunden. Nicht zuletzt erwies sich der Hinweis des hiesigen Kneipp-Vereins auf die Möglichkeit, die Anwendung in bewegten Bildern mit Ton zu erleben, von großem Nutzen. Ja, und weil sich inzwischen immer mehr Leser im besten Sinne von dieser Serie angesprochen fühlen, findet sie mit einem „Training für den Rumpf“ heute ihre Fortsetzung.

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, die Stärke kommt von innen und hat damit den Rumpf, die oft beschworene goldene Mitte gemeint. Kräftigt man diese, so ebnet man den Weg für ein gesundes und stabiles Bewegungsverhalten. Mit Unterstützung des erprobten Programmes von ProPhysio werden Bauch- und Rückenmuskeln gleichermaßen trainiert.

Die Übungen dienen dazu, Rückenschmerzen vorzubeugen und Haltungsprobleme zu korrigieren. Benötigt wird hier lediglich eine Gymnastikmatte. Zudem empfiehlt es sich, das entsprechende Video (Internet-Adresse am Ende des Beitrages) schon jetzt, vor dem Weiterlesen, anzuschauen. Einfach des besseren Verständnisses wegen. Ein Satz noch zu den beiden Fotos: Die Übung im schwarzen T-Shirt zeigt einen höheren Schwierigkeitsgrad.

1. Übung: Im Vierfüßlerstand

Gestartet wird im Vierfüßlerstand. Allerdings nicht wie üblich mit vollständig gestreckten Armen und aufliegenden Handflächen. Bei dieser Übung positionieren wir unsere Unterarme schulterbreit auf der Matte. Schulter und Ellenbogen bilden dabei eine Linie. Strecken wir dann die Beine aus und stützen uns auf unsere Zehen. Je stabiler wir das Becken halten, umso weniger laufen wir Gefahr, zu weit ins Hohlkreuz zu fallen. Bei der leichteren Variante bleiben die Knie auf dem Boden.

2. Übung: Nur die Vorderpfoten

Setzen wir uns mit angestellten Beinen aufrecht auf die Matte. Verlagern wir das Gewicht so weit nach hinten, bis die Füße leicht abheben. Der Rücken bleibt dabei gerade. Nun bewegen wir die gestreckten Arme – die Hände sind geschlossen – rhythmisch von rechts nach links – wie auf dem Bild oben. Die Wirbelsäule während der gesamten Übung gestreckt zu halten und die Beine nicht mit zu bewegen, ist in der Tat nicht ganz leicht. Nur gut, dass es auch hier die Variante gibt, bei der die Füße auf dem Boden bleiben.

Starke Mitte Anfänger.

3. Übung: Kurz vor dem Abheben

Starten wir erneut im Vierfüßlerstand. Im Unterschied zur ersten Übung sind die Arme vollständig gestreckt. Dabei befinden sich die Handgelenke in einer Linie mit den Schultern und die Knie in einer Linie mit den Hüftgelenken. Nun stellen wir die Zehen auf und drücken Hände und Zehen gleichmäßig in den Boden bis die Knie abheben. Diese Position möglichst eine kleine Weile halten. Bei der Variante bewegen wir die Knie dynamisch auf und ab.

Bleibt noch die Frage, wie lange die Übungen andauern sollen. Da orientieren wir uns gern an Sebastian Kneipp. Mäßig, aber regelmäßig war sein Credo. Oder anders ausgedrückt: Sich selbst fordern ja, aber bitte nicht überfordern.

Zum guten Schluss noch ein Tipp vom Kneipp-Verein Kempten: Wer möchte, kann auch in bewegten Bildern mit Ton erleben, wie man zu einer starken Mitte kommt. Das Internet macht‘s möglich. Die Adresse: www.kneipp-bund.de.

kb

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