"Der Laden ist voll"

Zwei Tage noch, dann sollten alle Geschenke besorgt sein: In Sachen Weihnachtsgeschäft ist in den Läden die heiße Phase an ihrem Höhepunkt angelangt. Und es läuft zum großen Teil „genauso gut wie im Vorjahr“, sagen einige Geschäfte, die der KREISBOTE befragt hat. Was den Verkäufern und Geschäftsleitern allerdings aufgefallen ist: Die meisten Kunden informieren sich mehr, bevor sie etwas kaufen.

„Die Kunden sind preisbewusster und suchen mehr nach Angeboten und Schnäppchen“, hat Daniela Scholl beobachtet. Insgesamt ist die Geschäftsführerin von Douglas in Kempten mit dem Weihnachtsgeschäft heuer „an sich schon zufrieden“: Im Vergleich zum Vorjahr hätte sich dieses zeitlich jedoch nach hinten verschoben, und staue sich an Heiligabend an. Grund dafür sei das Datum – ein Wochentag, sodass bis zum Schluss eingekauft werden könne. Richtig los mit dem Weihnachtsgeschäft gehe es in einer Parfümerie aber eh erst in der Woche vor Heiligabend. Die Renner in ihrem Laden sind vor allem Produkt-Geschenke und Neuheiten, wie zum Beispiel Duftsets. „Viel zu tun“ und „den Laden ziemlich voll“ hat derzeit Christa Seibel, Geschäftsführerin von Staehlin: „Die Kunden sind heuer hektischer und sollten sich mehr Zeit nehmen.“ Die Umsätze seien ungefähr gleich groß wie im letzten Jahr. Die ersten Weihnachtsgeschenke hat sie ab dem ersten Advent verkauft. Bei den Geschenkartikeln stünden dieses Jahr besonders Plüschtiere „für die jungen Leute“, Stifte „für die Schulkinder“ und natürlich Geschenkpapier und Dekoration hoch im Kurs. Zögerlich und überlegt „Sehr zufrieden“ mit dem Weihnachtsgeschäft ist auch Bärbel Gründler, Verkäuferin im Weltladen. Richtig losgegangen sei es dort „bereits Mitte November“, aber der erste Ansturm komme mit den Gehältern Anfang Dezember. Dennoch seien die Leute zögerlicher und überlegter: „Sie kommen, gucken und gehen wieder.“ Besonders im Trend seien heuer Fotoalben, (Kunst)Kalender, und Taschen, Haushaltsgegenstände im Allgemeinen hingegen weniger. Was das Wetter mit den Umsätzen des Sportgeschäfts Bergsport Maxi zu tun hat, erklärt Geschäftsführer Hubert Sauter: „Wenn es schneit und kalt wird, kaufen Kunden bedarfsorientiert ein.“ Dieses Jahr sei allerdings noch wenig Schnee gefallen, sodass sich Skier und die passende Ausrüstung schlechter verkaufen als im letzten Jahr, wo bereits im November Schnee lag. Dennoch seien Bekleidung, Rucksäcke und Funktionsunterwäsche die meistgefragten Produkte. Insgesamt ist Sauter mit dem Weihnachtsgeschäft jedoch „nicht so zufrieden“.

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