Weg frei zum Alpkönig 

Der neu konzipierte Carl-Hirnbein-Weg ist eröffnet 

Carl-Hirnbein-Wanderweg.
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Sie machen den Weg frei: Martina Wilhelm (M.) und Florian Schmid (li.) freuen sich über den neu konzipierten Carl-Hirnbein-Wander weg.

Weitnau/Missen-Wilhams – Sieben Kilometer lang, über 40 Info-Stationen, rund 300.000 Euro teuer: Der beliebte Carl-Hirnbein-Wanderweg zwischen den beiden Oberallgäuer Gemeinden lädt mit neuem Gesicht und spannenden Angeboten zu einem Ausflug in die Historie des Allgäus ein. 

Namensgeber Carl Hirnbein rettete im 19. Jahrhundert die Region vor dem wirtschaftlichen Nieder- gang. Er gilt als Käse- und Tourismus-Pionier. Unter anderem hat er 1851 auf dem Grünten eines der ersten Touristenhotels im Allgäu eröffnet. 

Kurz vor der Eröffnung musste der Weitnauer Einstieg in den Weg schnell noch von Gestrüpp befreit werden, dann schritten Bürgermeisterin Martina Wilhelm aus Missen und ihr Amtskollege Schmid aus Weitnau zur Tat – mit einem schnellen Scherenschnitt machten sie den Weg frei, 20 Jahre nachdem diese wichtige touristische Verbindung zwischen den beiden Orten für die Öffentlichkeit freigegeben worden war. Fördergelder vom Amt für Ländliche Entwicklung und aus dem „Leader“-Projekt ergänzen die nicht unerhebliche Eigenbeteiligung und machen es möglich, – Zitat Schmid – „den Weg neu zu konzipieren und in unsere Zeit zu heben“. Neben vielen Hintergrundinformationen über den einst als „Notwender des Allgäus“ und „Alpkönig“ gefeierten und verehrten Carl Hirnbein gibt es mehrere kindgerechte Spielstationen und das Maskottchen „Käsimir“, die fiktive Hausmaus Hirnbeins, die Kindern die Dinge aus der Perspektive eines Untermieters erklärt. 

Den Wanderweg erreicht man entweder vom Parkplatz Widdum in Weitnau oder vom Parkplatz am Freibad in Missen-Wilhams. Wem die Strecke von sieben Kilometern zu lang ist, der kann kürzere Rundtouren gehen, für Kinderwagen gibt es Ausweichstrecken.

Der informative Flyer zum „Carl-Hirnbein-Weg“ ist erhältlich in den Tourismusbüros in Weitnau (Tel.: 08375/920 241) und Missen-Wilhams (Tel. 08320/456).

Lutz Bäucker

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