Desaster bleibt aus

Weniger schlimm als erwartet hat sich im Dezember die Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt entwickelt: Nach Angaben der Agentur für Arbeit Kempten haben sich im Dezember im Allgäu 413 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im November. Die Zahl der Arbeitslosen ist damit auf insgesamt 11541 gestiegen. Im Bereich Kempten waren im Dezember mit 2938 80 Arbeitslose mehr registriert als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,0 auf 4,1 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Hauptagentur Kempten ist im Dezember um 80 auf 2938 gestiegen. Das geht aus dem neuesten Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit hervor. Während 910 Menschen im Dezember einen neuen Job finden konnten (116 mehr als 2008), mussten sich gleichzeitig 987 arbeitslos melden (50 weniger als 2008). Im Vergleich zum Vorjahr sind es insgesamt aber 530 Arbeitslose mehr. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent – vor einem Jahr waren es noch 3,4 Prozent. Bei den offenen Stellen vermeldete die Arbeitsagentur im Dezemeber mit insgesamt 330 eine mehr als im November. Bezogen auf das Vorjahr sind das allerdings 28 weniger. Im Gesamtbezirk der Arbeitsagentur Kempten lag die Arbeitslosenquote im letzten Monat des Jahres 2009 bei 4,7 Prozent. „Spitzenreiter“ waren Sonthofen und Füssen mit jeweils 5,9 Prozent, während „Boomtown“ Marktoberdorf 3,4 Prozent aufweisen kann. Dort stieg die Zahl der offenen Stellen im Dezember sogar um über 17 Prozent. „Wie jedes Jahr waren im Dezember die wiederkehrenden saisonal bedingten Entlassungen in den Außenberufen bzw. Einstellungen im Gastgewerbe zu verzeichnen“, so Peter Litzka, Leiter der Agentur für Arbeit. Insgesamt gesehen seien das vergangene Jahr durchwachsen verlaufen, so Litzka weiter. Auf der einen Seite zeige der Vergleich mit 2008 vor allem bei der Zahl der Arbeitslosen, der gemeldeten Stellen und der Kurzarbeiter eine zum Teil deutliche Verschlechterung. Auf der anderen Seite habe der zu Beginn des Jahres prognostizierte Absturz des Arbeitsmarktes verhindert werden können. Insbesondere von der Jahresmitte an habe sich die vorher stetig steigende Zahl der Arbeitslosen wieder stabilisiert. Vor allem betroffen von Arbeitslosigkeit sind weiterhin allerdings Jüngere unter 25 Jahren sowie ältere Arbeitnehmer über 55 Jahre.

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