IVD-Studie: Quadratmeterpreise in Kempten zum Teil um fast zehn Prozent gestiegen

Teurer wohnen in Kempten

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Mit Neubauten – wie hier auf der Jakobwiese – wird derzeit in Kempten gegen die Wohnungsknappheit vorgegangen.

Kempten – Die Quadratmeterpreise für Häuser, Eigentums, und Mietwohnungen in Kempten sind im Vergleich zum Herbst 2012 zum Teil um fast neun Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt der Immobilienverband Deutschland IVD in seinem aktuellen „CityReport Kempten 2013“.

Darin analysiert das IVD-Marktforschungsinstitut nach eigenen Angaben die Preisentwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt der Stadt Kempten. Der Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung im Bestand lag laut IVD in diesem Frühjahr bei durchschnittlich 1400 Euro/Quadratmeter. Das ist gegenüber dem Herbst 2012 eine Steigerung um 5,3 Prozent. Für eine neue Eigentumswohnung mit einem guten Wohnwert müssten im Schnitt 2500 Euro/Quadratmeter gezahlt werden (+ 8,7 Prozent). In der Spitze können in den innerstädtischen Top-Lagen für neuwertige Objekte teilweise Preise bis zu 2900 Euro/Quadratmeter erzielt werden. Nicht viel anders sieht es im Bereich der Einfamilienhäuser aus. So liegt laut IVD der durchschnittliche Kaufpreis für ein freistehendes Einfamilienhaus bei 340 000 Euro/Objekt (+ 6,3 Prozent), für eine Doppelhaushälfte im Bestand bei 310 000 Euro/Projekt und für ein Reihenmittelhaus im Bestand bei 265 000 Euro/Objekt. 

„Mit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Nachfrage nach Immobilien als Kapitalanlage auch in Kempten stark zugenommen“, erklärt Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. „Selbst Appartements, die in der Vergangenheit wegen einer hohen Mieterfluktuation nicht nachgefragt wurden, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.“ Wegen der anziehenden Nachfrage sei die Neubautätigkeit deutlich intensiviert worden, so die Marktforscher. Von einer „Überhitzung“ des Kemptener Wohnimmobilienmarktes sei aber nicht auszugehen. „Die derzeitige Entwicklung entspricht einer normalen Wertentwicklung“, heißt es von Seiten des IVD. 

Laut Wolfgang Simon, Regionalbeirat des IVD Süd, steige die Nachfrage nach Wohnraum in Kempten seit 2009 kontinuierlich an. Gründe dafür seien die wachsende Anzahl der Studenten und Zuzügler, die zu Engpässen auf dem Wohnungsmarkt führten. „Dabei konzentriert sich die Hauptnachfrage aktuell auf innerstädtische und zentrumsnah gelegene Wohnungen mit ein bis drei Zimmern unabhängig von der Ausstattungsqualitäten“, so Simon. Da die Nachfrage jedoch nur eingeschränkt bedient werden könne, blieben vor allem Studenten oftmals nur Wohngemeinschaften als Alternative. 

Noch schwerer haben es Simons Einschätzung zufolge Familien mit Kindern. „Diese Nachfragegruppe wird oft als Konsequenz daraus in die Randgebiete abgedrängt.“ Vergleichsweise günstig dagegen sind in Kempten Altbauwohnungen (Baujahr vor 1950) zur Miete zu bekommen. Hier kostet der Quadratmeter im Schnitt acht Euro (+2,6 Prozent). Bei Wohnungen aus dem Bestand kostet der Quadratmeter schon 8,10 Euro (+ 2,5 Prozent) und bei neuen Mietwohnungen 8,50 Euro (+ 2,4 Prozent).

kb/mm

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