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Die Alternativ-Rocker Billy Talent rocken die BigBox in Kempten 

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Billy Talent in der Big Box Kempten 2022
6.000 Fans wollten die kanadischen Alternativ-Rocker live erleben © Heinig

Kempten – Billy Talent begeistert in der BigBox.

Sechs lange Jahre mussten Fans der kanadischen Alternativ-Rocker warten, bis die Jungs aus Mississauga, Ontario mit „Crisis of Faith“ ihr sechstes Studioalbum unter die Leute brachten. Nach den beiden Auftritten bei Rock im Park und Rock am Ring im vergangenen Sommer konnte man sich nun also auf eine Indoor-Veranstaltung der Band freuen. Gelegenheit bot sich dann am vergangenen Sonntag, einem tristen Novemberabend, um mal wieder in der BigBox Kempten vorbeizuschauen und den Jungs um Sänger Benjamin Kowalewicz livehaftig auf die Finger bzw. den Mund zu schauen. Um das Spiel um die Zahl sechs zu komplettieren kamen dann auch passend 6.000 Fans um die Band zu feiern, die gleich zwei hochwertige Opener mitbrachte.

Anders wie oft bei ähnlichen Veranstaltungen war die Halle schon bei der ersten Band „Pabst“ rappelvoll und die Berliner Indie-RockBand zelebrierte souverän ihre Mischung aus Garagerock, Noise Pop und Grunge. „Frank Turner & The Sleeping Souls“ knüpften an der bereits guten Stimmung an und verbreiteten dann als zweite Band des Abends mit ihrem punkigem Folk oder folkigem Punk weiterhin beste Laune. Aber natürlich war der Großteil der Anwesenden wegen Billy Talent gekommen und so wurde die Band schon beim Einstiegssong „Devil in a Midnight Mass“ entsprechend gefeiert.

Billy Talent liefert was das Kemptener Publikum hören wollte

Eine solide Bühnendekoration inklusive zweier Leinwände an jeder Bühnenseite genügten vollkommen um die mit zahlreichen Hits der Bandkarriere gespickte Setlist optisch gekonnt in Szene zu setzen. Und die Band lieferte, was das Volk hören wollte. Neuere Songs der Marke „Afraid of Heigths“ wechselten sich mit tollen älteren Hits wie „Rusted form the Rain“ oder „Devil on my Shoulder“, einer meiner persönlichen Lieblingssongs ab und brachten die Halle zum Kochen.

Die letzten Songs wurden dann ohne Punkt und Komma, soll heißen, ohne weitere Ansagen durchgespielt. Nach insgesamt eineinhalb Stunden Spielzeit und bei korrekter Zählweise zwanzig Songs ging es mit einem der bekanntesten Hits der Band ins Finale des Abends. „Red Flag“ wurde mit etwas ausgedehnter Einleitung inklusive Mitsingteil unters Volk gebracht und beschloss so, leider ohne weitere Zugaben, einen tollen Konzertabend bei dem man gut mit einem Lächeln im Gesicht den Heimweg antreten konnte. 

Oli Heinig

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