Stärkung für Hochschulstandort

Die Erweiterung der Hochschule am Seitz-Gelände ist unter Dach und Fach

Ein Bild, das nach den Plänen der Hochschule schon bald Geschichte sein soll.
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Ein Bild, das nach den Plänen der Hochschule schon bald Geschichte sein soll.

Kempten – Seit Jahren liegt das ehemalige Seitz-Gelände an der Immenstädter Straße brach, ein sogenanntes „Sahnegrundstück“, das als Erweiterungsmöglichkeit für die Hochschule angedacht ist. 

Die Erweiterung der Hochschule Kempten sollte in unmittelbarer Nähe des Campus erfolgen und da hatte sich besagtes Gelände angeboten, zumal die Firma Seitz diesen Standort im Rahmen eines Grundstücktausches mit der Stadt aufgegeben hat. Im Dezember 2019 hatte der Bayerische Landtag nach langem Hin und Her den Kauf dieses Grundstücks in unmittelbarer Nachbarschaft der Hochschule durch die Stadt Kempten genehmigt. Zuvor musste allerdings die Altlastenentsorgung auf dem Gelände geklärt werden.

Was ist geplant?

Über einem vierstöckigen Parkhaus, das den Höhenunterschied zwischen dem bestehenden Campus und dem ehemaligen Seitz-Gelände überbrücken soll, ist ein mehrstöckiges Gebäude mit neuen Räumen für Forschung und Lehre angedacht. Dafür war auch der inzwischen vollzogene Erwerb eines kleinen privaten Grundstücks aus baurechtlichen Gründen unabdingbar, da das neue Hochschulgebäude mehrstöckig werden soll und dabei bestimmte Abstände zu Nachbarflächen eingehalten werden müssen. Damit steht der Erweiterung der Hochschule nichts mehr im Wege. Mit dem Bau sollte 2021/2022 begonnen werden.

Für den sechsten Bauabschnitt sind laut bayerischer Staatsregierung über 70 Millionen Euro veranschlagt. Der Präsident der Hochschule Prof. Dr. Wolfgang Hauke hat auf Anfrage des Kreisboten erklärt, dass an der Erweiterung festgehalten werde, „nach Fertigstellung des Neubaus können dann die in Anmietobjekten in Kempten verteilten Räumlichkeiten wieder am Campus zusammengeführt werden“. Damit bleibe der „Campusgedanke“ der Hochschule erhalten. Durch Verzögerungen beim Erwerb der notwendigen Grundstücke kann laut Hauke allerdings der genannte Baubeginn nicht eingehalten werden. Der letzte Notartermin bezüglich des letzten Grundstückkaufs sei im Januar 2020 gewesen. Insgesamt werden für diesen 6. Bauabschnitt der Hochschule Kempten 8200 Quadratmeter Hauptnutzfläche vorgesehen, die detaillierte Raumplanung sei fertiggestellt und werde als Grundlage für die Kostenplanung des Staatlichen Bauamtes genutzt. „Ein Großteil dieser Flächen ist für die Forschung vorgesehen“, so Hauke weiter, „daneben wird es auch noch Lehrräume und Büroarbeitsplätze geben.“ 

Die letzten Abstimmungen zu diesen Planungen sind für Januar/Februar vorgesehen. „Anschließend soll der Bauantrag an das Wissenschaftsministerium gestellt werden“, sagt Hauke zum weiteren Vorgehen. „Eine exakte Zeitschiene für den Baubeginn kann ich derzeit leider noch nicht angeben.“ 

Helmut Hitscherich

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