Eine neue Kirche für Eisenbahner und Textilarbeiter im Süden der Stadt

Die Klosterkirche St. Anton – Teil 2

Das Kloster St. Anton mit Notkirche und Gartenanlagen.
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Das Kloster St. Anton mit Notkirche und Gartenanlagen.

Kempten – Gegen Widerstände aus dem Stadtrat und des Bürgermeisters Alfred Horchler hatten die Eisenbahner den Bauplatz für eine neue Kirche im Kemptener Süden durchgesetzt. Hier die Fortsetzung mit Teil 2.

Lesen Sie hier Teil 1.

Im Jahre 1908 wurden dann vom Südverein, der inzwischen auf 224 Mitglieder angewachsen war, entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet. Als sein Vorsitzender Ignaz Wiest nach Buchloe verzog, wählten die Mitglieder am 28. März 1908 einen neuen Vorstand in Person des Kaufmanns Anton Ederle, Betreiber einer Zementwarenfabrik an der Immenstädter Straße. Von ihm stammte auch die Anregung, die geplante Kirche seinem Namenspatron, dem heiligen Antonius von Padua, zu weihen. Auch der gemeinsame Vorschlag, unterbreitet vom Kirchenbauverein und Anton Ederle: „Bekommen sollen sie die Kapuziner, das sind Männer des Volkes“, stieß auf Zustimmung. Damit ist auch klar, warum gerade der Wunsch nach den Kapuzinern entstand. Denn diese zeichnen sich nicht nur durch ihre Liebe zur Stille und zum Gebet aus, sondern auch durch die Nähe zum einfachen Volk und zu den Armen. Die Kapuziner, genauer gesagt der Orden der Minderen Brüder Kapuziner, lateinisch „Ordo Fratrum Minorum Capucinorum“, sind ein franziskanischer Bettelorden innerhalb der römisch-katholischen Kirche. Der Ordensname kommt von der markanten Kapuze des Franziskanerhabits (als Habit wird die Tracht einer Ordensgemeinschaft bezeichnet). Die Kapuziner gehören zu den franziskanischen Orden und sind – neben den Franziskanern und den Minoriten – einer der drei Zweige des ersten Ordens des heiligen Franziskus.

Der Provinzial der bayerischen Kapuziner, Pater Augustin Heller, schickte zu den weiteren Verhandlungen den geistlichen Rat Pater Linus Wörner, der schon nähere Pläne für Kirchen- und Klosterbau präsentieren konnte. Dabei betonte er, dass seinem Orden sehr daran liege, wegen des Kirchenbaus keinen Streit innerhalb des Stadtgremiums und der Bürgerschaft zu entfachen, sondern dass man mit allen Beteiligten ein gutes Einvernehmen wünsche.

Eine Änderung der Einstellung zu den geplanten Kirchenbauten in Kempten gab es bei einer einberufenen Generalversammlung des Südvereins am 26. Oktober 1909. Hier sprach sich Johann Deller, der neue Stadtpfarrer von St. Lorenz, wegen der gewachsenen Zahl von 19.000 Seelen dafür aus, nicht nur eine, sondern gleich zwei neue Kirchen in Kempten zu bauen. 

Findling im Klostergarten mit Inschrift und Verweis auf Baurat Schildhauer 1912.

Dieser Gesinnungswandel kann als offizieller Startschuss für den Kirchenneubau unter dem Baurat Ferdinand Schildhauer gewertet werden. Der am 6. Februar 1855 in München geborene Schildhauer war seit 1898 Bauamtmann und Leiter des Königlichen Landbauamts in Kempten und bekam 1906 den Titel eines Baurats. Er legte bald darauf seine Pläne und seine Kostenvoranschläge vor, wobei er mit 332.466 Reichsmark für die Kirche und 100.878 Reichsmark für den Klosterbau kalkulierte. (Damals hatte das Deutsche Kaiserreich noch eine Goldwährung.)

Nachdem die Kapuziner Patres die Seelsorge übernehmen sollten, musste Schildhauer neben der Kirche auch Wohn- und Aufenthaltsräume sowie Speisezimmer für die Patres einplanen. Er legte auch fest, die Kirchen- und Klosteranlage mit einer Mauer mit Ecktürmchen zu umgeben. In der Klosteranlage befanden sich auch größere Gemüse- und Obstgärten, die der Eigenversorgung der Kapuziner dienen sollten.

Klosterkirche St. Anton, Darstellung nach Schildhauer.

Die Bauausführung übernahm die damalige Baufirma Alfred Kunz und die einzelnen Arbeiten übertrug der Bauausschuss an das heimische Gewerbe als Subunternehmer. Da der Kirchenbau einen gewaltigen finanziellen Kraftakt darstellte, der die finanziellen Möglichkeiten des Vereins bei weitem überstieg, mussten der Kirchenbauverein Kempten Süd und die Bewohner der Kolonie auf verschiedene Art und Weise Geld besorgen. Dies gelang durch Spendengelder, unter anderem von Bischof Maximilian von Lingg und Prinz Ludwig, aber auch mit Einnahmen aus Theateraufführungen sowie durch beharrliche Bettelarbeit von Seiten der Kapuziner.

So konnte schon am 10. September 1911 durch Stadtpfarrer Johann Deller und in Anwesenheit vieler Zuschauer die feierliche Grundsteinlegung erfolgen. Die Bauausführungen schritten aber langsamer voran als gedacht. Zunächst entstanden das Presbyterium und eines von vier Jochen der Hauptkirche. Dieser Raum wurde dann am 1. September 1912 zunächst als sogenannte Notkirche eingerichtet und feierlich seiner gottesdienstlichen Bestimmung übergeben. Am gleichen Tag konnten auch die Kapuziner in das Kloster einziehen, die ab nun unter ihrem ersten Guardian Pater Alanus und dem Vikar Pater Alto sowie den zwei Patres Kreszentius und Antonius auch die Sorge für den weiteren Ausbau der Kirche übernahmen. Damals zogen die Gläubigen in einem feierlichen Zug von der St. Lorenz-Kirche in die fertiggestellte Notkirche St. Anton.

Mit der Einweihung der Notkirche aber war das Anliegen des Kirchenbauvereins noch längst nicht erfüllt. Daher beschloss der Vorstand des damals 397 Mitglieder umfassenden Kirchenbauvereins im Frühjahr 1913 – auch mit Gottvertrauen, da die Finanzierung des Bauvorhabens zu dieser Zeit nicht gesichert war – den Kirchenbau fortzuführen. Aber dank des Engagements aller Beteiligten schritt der Bau seiner Vollendung entgegen. Am 3. Mai 1914, nur gut zwei Monate vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, nahm der Augsburger Bischof Maximilian von Lingg die Einweihung der Kirche vor, obwohl sie noch nicht komplett eingerichtet war. Damit hatte Kempten seine zweite, dringend benötigte katholische Kirche. Denn die Einwohnerzahl wuchs bis dahin ständig und gerade der Stadtteil Haubenschloß nahm in dieser Zeit einen gewaltigen Aufschwung. Da aber am 1. August 1914 der Erste Weltkrieg begann und damit auch für die Kemptener Bevölkerung eine lange Zeit der Entbehrungen bevorstand, gelang es nicht mehr, den Großteil der Inneneinrichtung zu vollenden. Schon im Jahre 1919, der Krieg endete am 11. November 1918, berief am 3. Juni der Kirchenbauverein eine Generalversammlung ein. Dabei gab der bisherige Vorsitzende Anton Enderle seinen Vorsitz ab, da er nach Sonthofen zog, und die gut 700 Mitglieder wählten Georg Walser, von Beruf Eisenbahnverwalter, als neuen Vorsitzenden. Tatkräftig nahm er die Aufgabe an, die Inneneinrichtung der Kirche durch den Münchner Architekten Anton Wagner fertigstellen zu lassen.

St. Anton als Stadtpfarrei

Obwohl der Kirchenneubau die Kirchennot in Kempten gemildert hatte, gab es deutliche Probleme in der Seelsorge. Daher wurden den Kapuzinern von St. Anton die Betreuung des Religionsunterrichtes und die Gottesdienste in den Filialen Eich und Steufzgen, aber auch die Krankenbetreuung in Kempten-Süd übertragen und dies, obwohl St. Anton weiterhin zur Pfarrei St. Lorenz gehörte. Im Zuge einer Gebietsreform im Jahre 1934 wurde der südliche Teil der bisher selbstständigen Gemeinde St. Lorenz mit ihren Bereichen Eich, Adelharz, Ellharten, Haslach, Seibäumen, Steufzgen und Stiftallmey der Stadt Kempten zugeschlagen. Obwohl damit auch die beiden Kapellen Maria Hilf in der Eich und die Dreifaltigkeitskapelle in Steufzgen in den Kirchenbereich der St. Lorenz-Kirche kamen, oblag die Seelsorgetätigkeit nach wie vor den Kapuzinern. Schon vorher, im Jahre 1933, gab es zwischen dem 18. April und dem 18. August deutliche Erweiterungen der Klosteranlagen. 1937 kamen durch weitere Baumaßnahmen nochmals fünf Zellen hinzu.

Trotz dieser Aufgabensteigerung stellte der Kirchenbauverein erst am 27. Januar 1937 beim Oberhirten von Augsburg, Joseph Kumpfmüller, das Gesuch, St. Anton als eigenständige Pfarrei zu installieren. Nach längeren Verhandlungen erhob dann am 5. Mai 1938 das Bischöfliche Ordinariat unter Bischof Kumpfmüller für St. Anton mit seinen ungefähr 3500 Pfarrmitgliedern den offiziellen Status zur eigenständigen Pfarrei. Im Auftrag des bischöflichen Ordinariats erfuhren dann am 15. Mai beim sonntäglichen Gottesdienst die Gläubigen von der offiziellen Einrichtung St. Antons zur Stadtpfarrei.

Pater Odilo

Das Amt des Pfarrers übte damals Pater Korbinian Mayer mit seinen Kaplänen Pater Günther und Pater Odilo aus. Nachdem aber Pater Korbinian schwer erkrankte, trat sein bisheriger Kaplan Pater Odilo in seine Fußstapfen. Mit Schreiben vom 24. Oktober 1941, also während des Russlandfeldzugs, wurde der bisherige Stadtkaplan Pater Odilo Holzner durch das „Bischöfliche Ordinariat mit Wirkung zum 1. November 1941 mit der Wahrnehmung der Pfarrei St. Anton in Kempten betraut, unter Enthebung H. Stadtpfarrvikars P. Korbinian Mayer von diesem Posten“.

Pater Odilo

Pater Odilo, der heute noch vielen älteren Kemptenern als eine der Galionsfiguren der Seelsorger des Klosters und der Kirche St. Anton bekannt ist, hatte dieses Amt bis Januar 1977 inne. Als „Guter Hirte von St. Anton“ erhielt Pater Odilo am 11. Januar 1973 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Am 20. November 1978 wurde er im Beisein vieler Trauergäste auf dem Klosterfriedhof von St. Anton ohne großes Zeremoniell beigesetzt. Dieser Friedhof im Westbereich der Kirchenanlage ist der kleinste Friedhof der Stadt und auf ihm sind neben Pater Odilo noch weitere zwölf Mönche des Kemptener Kapuzinerordens beerdigt.

Bomben fallen auf das Haubenschloßgebiet

Ab Herbst 1939, nach dem Überfall auf Polen am 1. September, brachte der Krieg auch für St. Anton erste Einschränkungen. Die Kirchenglocken durften nur bei Fliegeralarm geläutet werden sowie in der Silvesternacht um 24 Uhr. In der Kirche wurde auf Dauer die Karfreitagsverdunkelung angebracht.

Gott sei Dank blieb im Zweiten Weltkrieg die Stadt Kempten – im Gegensatz zu anderen Städten – weitgehend von massiven Zerstörungen verschont. In Kempten gab es im Laufe des Zweiten Weltkrieges 627-mal Fliegeralarm. Bei den 16 Luftangriffen auf strategische Ziele in der Stadt warfen feindliche Bomber rund 400 Tonnen Sprengbomben und 12.000 Brandbomben ab. Allein an zivilen Opfern hatte die Stadt im Zweiten Weltkrieg 224 Tote und 650 Verwundete zu verzeichnen. Das Ergebnis der amerikanischen Bombenangriffe zeigte sich in 65 total, 97 schwer und 48 mittelschwer beschädigten Gebäuden. Dies bedeutete den Verlust von ca. 1,8 Prozent der gesamten Bausubstanz in Kempten. Die 65 total zerstörten Gebäude gliederten sich wie folgt auf: Mehr als die Hälfte bestand aus privatem Wohnraum, ungefähr zwei Prozent aus Handels- und Handwerksbetrieben und ca. vier Prozent waren Industrie und Gewerbebetriebe. Kulturdenkmäler wie Kirchen, Schulen oder geschichtlich und künstlerisch bedeutsame Bauwerke wurden nicht zerstört, aber die Klosterkirche erlitt mehr oder weniger schwere Schäden.

Die Materialknappheit auf allen Gebieten bedeutete auch für die Kirche St. Anton herbe Verluste. Am 9. Februar 1942 erfuhr Pater Odilo, der gerade in der Wittelsbacher Schule Religionsunterricht gab, dass Arbeiter im Kloster sind, um die zwei Kirchenglocken abzunehmen, um sie einschmelzen zu lassen. Während die kleinere Glocke im Turm verblieb, wurde die größere Kirchenglocke abmontiert und am Nachmittag um 16 Uhr abtransportiert. Auch die beiden Glocken in der Eich sind von dieser Aktion nicht verschont geblieben. Danach konnte die eine Glocke von St. Anton nur noch jede Viertelstunde schlagen, einen vollen Stundenschlag gab es nun nicht mehr.

Friedhof in St. Anton

Um dem abzuhelfen, stellte Bürgermeister Dr. Otto Merkt am 17. November der Pfarrei St. Anton ein kleineres Glöcklein als Läut- und Schlagglocke zur Verfügung, so dass man ab da im Haubenschloß auch wieder die kleine Glocke zu jeder vollen Stunde schlagen hörte. Auch im dritten Kriegsjahr erfreuten sich die Kapuziner von St. Anton bei ihren rund 4000 Pfarrangehörigen größter Beliebtheit. So besuchten zum Beispiel am 29. März 1942 ungefähr 2350 Erwachsene und 200 Kinder den Gottesdienst in der Kirche und über 9000 Gläubige kamen zur Osterbeichte. Bis dahin wurden 44 Gefallene aus der Gemeinde von den Menschen betrauert.

Zerstörungen an der Kirche

Über die Zerstörungen an der Kirche St. Anton erfahren wir Näheres aus der Chronik der Pfarrkirche. So belegte am 1. Mai 1944 das Wehrmeldeamt Kempten sieben Räume im Kloster, nämlich das Refektorium, die Bibliothek und fünf Wohnzellen. Am 19. Juli erfolgte ein Angriff auf Kempten mit Brand- und Sprengbomben, wodurch bei der Kirche in der Eich fast alle Fenster zu Bruch gingen. Am 3. August folgte ein Bomberangriff auf den Süden der Stadt. Dabei erhielt das Kloster St. Anton im Südflügel schwere Treffer, die das Dach und die Fenster der Klosterkirche zerstörten. Sofort gingen Arbeiter der Firma Kunz und viele andere Helfer, darunter auch Pater Odilo, daran, das Dach des Südtraktes abzudecken, um weitere Witterungsschäden zu verhindern. Nach diesem Angriff verließen die Angehörigen des Wehrmeldeamtes das Kloster. 1945 kam es am 22. Februar zu einem Bombenangriff auf die Kemptener Eisenbahnanlagen. Durch Fehlabwürfe – heute würde man dies als „Kollateralschäden“ bezeichnen – gab es auch in der Klosteranlage große Glasschäden, aber nur kleinere Beschädigungen an der Bausubstanz. Bei den nächsten Angriffen am 12. und 16. April auf Kempten-Ost kam es wieder durch Fehlabwürfe zu Fensterschäden in der Kirche.

Bombenschäden an der St. Anton Kirche.

Am 27. April 1945, kurz bevor amerikanische Truppen in Kempten einmarschierten, sprengte die Wehrmacht die östlichen Randfelder der drei oberen Illerbrücken, um den Vormarsch der Alliierten zu verlangsamen. Durch die dabei entstandenen Druckwellen gab es weitere Fensterschäden im Kloster und in der Kirche. Am gleichen Tag zogen die Amerikaner in die Stadt ein und damit war der Krieg in Kempten zu Ende. Trotz aller Bemühungen gelang es dem Kloster nicht, Ziegelsteine und Baumaterial zu organisieren, um die Kriegsschäden auszubessern. So blieb es zunächst bei den noch während des Krieges provisorisch ausgebesserten Bombenschäden.

Wiederaufbau von Kloster und Kirche St. Anton

Aus Dankbarkeit, dass man den Krieg überlebt hatte, weihten am 1. Juni 1947 Pater Odilo und Pater Günther ein Steinmarterl ein, das Hans Meiler mit Ziegelsteinen eines zerbombten Hauses an der Schellenbergstraße errichten ließ. Dieser Gedenkstein mit seinem Schmiedekreuz, das keine Inschrift enthält und an der Immenstädter Straße/Haslach steht, dürfte den meisten Kemptenern unbekannt sein. Aus diesem Grunde ist es bedauerlich, dass an dem Marterl eine Tafel fehlt, die über diesen Gedenkstein informiert.

Wiederaufbau an der Kirche mit Pater Odilo (3.v.li.)

Die Kirchenverwaltung von St. Anton, die für den Wiederaufbau verantwortlich war, musste auch durch die Währungsreform deutliche Einbußen hinnehmen. Erst nach der Umstellung auf die D-Mark am 20. Juli 1948 wusste sie, wie viel D-Mark sie für ihre mühevoll gesammelten Spendengelder – noch in alter Währung – umgetauscht bekam und was man sich dafür leisten konnte. In einer Sitzung am 7. Juli 1949 beschloss die Kirchenverwaltung einstimmig den Wiederaufbau von Kloster und Kirche. Wie schon beim früheren Neubau wurde mit den Arbeiten auch jetzt die hiesige Baufirma Kunz beauftragt. Das Bauvorhaben stand unter Leitung von Diplom-Ingenieur Eberlein, Mitglied der Kirchenverwaltung von St. Anton. Schon am 13. August gab es eine bescheidene HebaufFeier im katholischen Gesellenhaus. Neben den erforderlichen Ausbesserungsarbeiten, bei denen auch Pater Odilo tatkräftig mithalf, konnten auch die beauftragten Handwerker die beschädigten Inneneinrichtungen des Klosters bis Weihnachten 1949 fertigstellen. Dabei gab es auch einige bauliche Veränderungen. Anstelle der bisher vier kleinen Mönchszellen im Südflügel des ersten Stockes gab es nur noch drei etwas größere Zellen und im Dachgeschoß entstand wieder eine Schneiderwerkstatt, so dass bereits am 1. Januar 1950 das Kloster bezugsfertig war.

Die Innenrenovierung der Kirche dauerte aber noch länger. Nach Erneuerung der kaputtgegangenen Bleiverglasung an den Kirchenfenstern begannen am 16. August 1951 weitere Ausbesserungsarbeiten in der Kirche, die am 17. Oktober abgeschlossen waren. Am 21. April 1952 folgten im Kirchenschiff weitere Ausbesserungs- und Malerarbeiten, die 1953 ihren Abschluss fanden, dabei erhielten die Seitenaltäre eine neue Fassung und die Bilder eine farbliche Auffrischung.

Dr. Willi Vachenauer

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