Priesterjubiläum in Dietmannsried

Humorvolles Jubiläum

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Bei Pfarrer Dr. Martin Awa ist auch Lachen erlaubt. Der Jubilar bedankt sich mit herzlichen, launigen Worten bei allen Festgästen und trug dabei eines seiner Präsente um den Hals: Einen Fanschal des FC Bayern München. Ganz links im Bild: Gemeindereferentin Monika Thome, die ebenfalls ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feierte.

Dietmannsried – Feierlich und humorvoll, so ging es beim Festgottesdienst zum 25-jährigen Priesterjubiläum des Dietmannsrieder Pfarrers Dr. Martin Awa am vergangenen Sonntag zu. 

Wie sehr der aus Nigeria stammende Seelsorger seinen Allgäuer Schäfchen nach knapp zwei Jahren bereits ans Herz gewachsen ist, war an der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche, den herzlichen Reden und den mit Witz und Bedacht für ihn ausgewählten Geschenken zu erkennen. Dabei hatte der Jubilar sich nur eines gewünscht: Spenden für Schulkinder in seinem Heimatort. 

Pfarrer Dr. Awa kann man wohl getrost als „Original“ bezeichnen. Der 52-jährige, kahlköpfige Gottesmann mit dem schelmischen Blick ist dafür bekannt, lebendig, würdig, lebensnah, menschlich und kurzweilig zu predigen und damit viele Menschen in der Gemeinde anzusprechen. Kein Wunder also, dass die Bevölkerung wie auch die politischen Mandatsträger der Marktgemeinde so zahlreich zur Feier seines 25-jährigen Priesterjubiläums erschienen. 

Um die 20 Fahnenabordnungen zogen feierlich in Begleitung der örtlichen Blaskapelle in die Dietmannsrieder Pfarrkirche ein. Der Kirchenchor Dietmannsried mit Orchester sorgte mit seiner Interpretation von W.A. Mozarts „Spatzenmesse“ für einen würdevollen musikalischen Rahmen. 

Bei der Messe wurde Awa von früheren und aktuellen Weggefährten flankiert: Namentlich von seinem eigens angereisten Doktorvater Prof. Dr. Klaus Kienzler von der Universität Augsburg (bei dem er in Fundamentaltheologie promovierte), von seinem, Zitat: „pfiffigen“ Benefiziat Jaby Chakkalakkal, sowie von Monsignore Ortwin Gebauer, an dessen Seite er in Lindau tätig gewesen war. „Wir waren ein echtes Gespann. Bis heute sind die Menschen neidisch darauf, wie wir damals zusammengearbeitet haben. Ich hab’s genossen!“, erinnerte Awa sich in seiner Rede. Dass es auch in der neuen Pfarrei menschlich „passt“, verdeutlichten die Worte der beiden Laudatoren. 

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Reicholzried (PGR), Agnes Geble, lobte: „Sie sind ein Pfarrer, zu dem man fast alles sagen kann. Sie sind kritikfähig, nicht nachtragend, humorvoll, tatkräftig, spontan und strahlen immer eine sichtbare Ruhe aus.“ Im Allgäu habe der viel herumgekommene Priester sich wohl ganz gut eingelebt, denn „Passt scho“ und „Nix gsait isch globt g´nue“ seien bereits feste Bestandteile seines Wortschatzes. 

Die Pfarreiengemeinschaft kam Awas im Vorfeld geäußertem Wunsch nach, anstelle eines Geschenkes lieber die Schulkinder in seinem nigerianischen Heimatort Ozu Abam mit einer Spende zu unterstützen. Dem schloss sich auch die Gemeinde an. Bürgermeister Werner Endres würdigte Awa als „umsichtigen, lustigen, engagierten und gerade in seinen Predigten auch impulsiven Ortspfarrer“, mit dem ein sehr gutes Miteinander von Kirche und politischer Gemeinde gegeben sei. Als persönliche Gabe erhielt der bekennende klerikale Fußballfreund unter Schmunzeln und Applaus einen Fanschal des FC Bayern München. Dieser gilt als Gutschein für den Besuch eines Heimspiels des Rekordmeisters in Begleitung des Dietmannsrieder Fanclubs. 

Neben Dr. Awa wurde auch die verdiente Dietmannsrieder Gemeindereferentin Monika Thome zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum beglückwünscht. Die aus Trier stammende Diplomtheologin ist seit September 2007 sehr engagiert in der Pfarreiengemeinschaft tätig. Der zweistündige Festgottesdienst mündete schließlich in einem gut besuchten, munteren Pfarrfest mit Musik, Speis’ und Trank. Sabine Stodal

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