Großes Fest zum 50-jährigen Bestehen des Schulverbands

Dietmannsrieder Schule: "Alles top"

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Im Hinblick auf „seine“ Schule würde es in der Werbung heißen: „So geht Schulgemeinschaft: Top-Schulverband, Top-Lehrer, Top-Personal, Top-Hausmeister, Top-Sekretärin, Top-Ausstattung, Top-Systembetreuung, Top-Laune“, befand Schulleiter Martin Mederer (links im Bild). Er erhielt aus den Händen von Bürgermeister Werner Endres (re.) einen überdimensionalen Bleistift mit Gravur zum Gedenken an den besonderen Festtag.

Dietmannsried – Am 4. Juli 1969 wurde per Rechtsverordnung der Regierung von Schwaben der Schulverband Dietmannsried-Haldenwang-Lauben gebildet. Zum Standort der Verbandsschule wurde Dietmannsried erkoren, was „damals nicht unbedingt der Wunsch aller Beteiligter gewesen“ sei, wie Bürgermeister Werner Endres es bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Schulverbands ausdrückte. Hunderte Besucher nutzten den Festtag, um sich ein Bild davon zu machen, was sich an der 1973 eröffneten Volksschule (heute Grundund Mittelschule) in den letzten knapp fünf Jahrzehnten alles getan hat.

Die Gründung des Schulverbandes bedeutete für viele Dörfer und Gemeinden eine echte Zäsur. Im Fall des Schulverbands Dietmannsried-Haldenwang-Lauben betraf sie 19 Schulklassen in 14 Gebäuden an neun Orten und ging mit der Auflösung der Schulen in Probstried, Schrattenbach, Reichholzried und Überbach einher. Lauben und Krugzell behielten ihre Grundschulen, Haldenwang wurde zunächst zur Teilschule für die Jahrgangsstufen 1-6 (heute besteht hier nur noch die Grundschule) und Börwang wurde zur Außenstelle der Grundschule Haldenwang. 

„Einen Konsens über den Schulstandort zu finden, war damals nicht einfach“, erinnerte Werner Endres bei seiner Ansprache. Doch mit der Eröffnung der neu gebauten Verbandsschule in Dietmannsried am 6. Oktober 1973 „hatte die Not ein Ende“, zitierte er aus der damaligen Festschrift. Schon damals hätten die Schüler hier beste Voraussetzungen vorgefunden. 

Das sei bis heute geblieben, so Schulleiter Martin Mederer. Beispielhaft führte er in seinem Grußwort die erheblichen Investitionen an, die in den zurückliegenden drei Jahren getätigt wurden. Dazu gehören der Neubau einer großen Mensa (hier werden täglich über 100 Mittagessen ausgegeben), die Sanierung der Werk- und Technikräume, die Bereitstellung zeitgemäßer Räumlichkeiten für die Ganztags- und Mittagsbetreuung, die Neugestaltung der Aula, die Erneuerung des Bodens der Dreifachturnhalle, die WC-Sanierung sowie die Ausstattung mit neuen Medien. Überdies wurden im Sinne der Barrierefreiheit zwei Aufzüge eingebaut. 

Das gesamte Kollegium versuche stets, „alle Schüler dort abzuholen, wo sie stehen“ und die Kinder und Jugendlichen wüssten, „dass sie hier gut aufgehoben sind“, so Mederer weiter. Er sei „stolz und dankbar“, eine solche Schule leiten zu dürfen. Derzeit umfasst die Grund- und Mittelschule zehn Grundschulund elf Mittelschul-Klassen. Den rund 500 Schülerinnen und Schülern werden sämtliche Profile, angefangen von der Flexiblen Grundschule (FleGS) über das Profil Inklusion bis hin zu den Koop-Schienen, M-Klassen und Laptop-Klassen angeboten. Mit „Praxis bildet“ wurde ein jahrelanger Partner in der Berufsorientierung gefunden. 

Landrat Anton Klotz nannte Letzteres ein „Projekt mit großer Strahlkraft“ über die Region hinaus. Im Anschluss an die Reden nutzten die zahlreichen Besucher die Gelegenheit, das Schulgebäude zu besichtigen, die vielfältigen besonderen Angebote (z.B. FleGS, Schulseelsorge) kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. Auf dem Programm standen etwa Programmierversuche für Jedermann, Digital-Mikroskopie, physikalische Versuche, Bewegungsparcours, verschiedene Bastelangebote, ein Schulhaus-Quiz und vieles mehr. Erwähnt werden sollten auch die vielen fleißigen Eltern: Sie versüßten den Tag mit 120 Kuchen und Torten.

Sabine Stodal

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