Isny erinnert drei Tage lang an seine kulturhistorische Vergangenheit

Eine ganze Stadt macht blau

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Die Firma Wiesner aus Leutkirch stellte das Feuerwerk zusammen und zündete es am Freitag um 23 Uhr zum Ende der langen Einkaufsnacht.

Isny – Drei Tage lang sollte das Programm in diesem Jahr dauern und am Freitag und am Samstag hat die gesamte Organisation der Isny Marketing GmbH gut funktioniert.

Die Isnyer und all ihre Gäste waren in ausgesprochener Feierlaune und haben die lange Einkaufsnacht am Freitag und die Kultur- und Museumsnacht am Samstag genießen können. 

 Schon vor der offiziellen Eröffnung der langen Einkaufsnacht war in der Fußgängerzone und im Park viele Besucher unterwegs. Die „Vollgas Brass Band” hatte in der Wassertorstraße um 18 Uhr in voller Besetzung musikalisch eröffnet und um 20 Uhr hielt Bürgermeister Magenreuter vor dem Rathaus seine Eröffnungsrede. Warum „Isny macht blau“ zum Motto dieser Veranstaltungen gewählt wurde, ergibt sich aus der kulturhistorischen Bedeutung Isnys als Flachs- und Leinenstadt im Mittelalter und der Farbe Blau als Farbe der Flachsblüten und der Färbemittel in dieser Zeit. 

Ein vierhundert Meter langer Teppich war in der Fußgängerzone ausgelegt und viele der Gebäude waren in den Abendstunden blau angestrahlt, um für die richtige Stimmung zu sorgen. Die Besucher flanierten durch die Gassen, kauften hier und da etwas ein, aber die freundlichen Temperaturen hielten sie vor allem in den Außenbereichen. Im Park am Isnyer Kurhaus war für die gesamten drei Tage ein Leinen- und Kunsthandwerkermarkt aufgebaut, der bis in die tiefen Nachtstunden gut besucht war. Die Beleuchtung funktionierte dank Isnyer Bauhof und Helfern ausgezeichnet und zauberte rund um den Bremer Weiher durchaus südliches Flair in die Allgäuer Landschaft. Zurück auf dem blauen Teppich konnten die Gäste Modeschauen, sportliche Programmpunkte und immer wieder Musik genießen. 

Vor dem Musikcafé Eberz war eine „Jugendmeile“ entstanden. Livemusik mit der Band „Kisss`n Kills“ war angesagt und die sorgten für einen entsprechenden Sound in der Gasse. Bis um 23 Uhr war das Programm eigentlich eine Zusammenstellung von Höhepunkten und wer die Hochseilakrobatik und die Slackline- Show in der Bergtorstraße mitbekam, der kam auch dort nicht aus dem Staunen heraus. Eines kam aber immer wieder zur Sprache: Die Mitarbeiter der Marketing GmbH können nicht genug gelobt werden. Markt im Pech Bei der Kultur- und Museumsnacht am Samstag ging es allerdings etwas ruhiger zu. 

Die meisten der 80 Veranstaltungen waren in den Innenräumen untergebracht. Lesungen, Filme, musikalische Darbietungen im Schloss und in den Kirchen, alles war auch da möglich, aber eben nicht so sehr auf „Action“ als auf Kultur ausgerichtet. Im Gegensatz zum Freitag bekamen Interessierte auch durchaus Platz in den Straßenrestaurants und wieder war bis fast um Mitternacht ein tolles Programm zu absolvieren. Führungen, Ausstellungsbesuche, Museumsbesuche und zum Abschluss Orgelimprovisationen und chinesischer Gesang in der Nikolaikirche sorgten für einen guten Ausklang. Am dritten Tag, dem Sonntag, war der Leinen- und Kunsthandwerkermarkt nicht vom Glück gesegnet. Das Wetter schlug um und Regen und niedrige Temperaturen sorgten für eine etwas gedämpfte Stimmung. Insgesamt zogen die Veranstalter der drei Tage aber eine positive Bilanz und mit großer Sicherheit wird der fünfte Termin für „Isny macht Blau“ geplant.

Manfred Schubert

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