Europäische Fördermittel für Verkehrsinfrastrukturprojekte

Spatenstich in Wiggensbach

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(v.l.) Karl Nägele (Firma Geiger Hoch- und Tiefbau), Gerhard Christl (Ing. Büro Christl Consult), Thomas Ried (Bauamt Markt Wiggensbach), Christian Kreye (Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben), Ilona Deckwerth (MdL), Thomas Eigstler (1. Bürgermeister Markt Wiggensbach), Dr. Leopold Herz (MdL), Ulrich Leiner (MdL) und Hannelore Jörg (Gemeinderatsmitglied) beim Spatenstich.

Wiggensbach – Der Markt Wiggensbach erhält aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) für den Ausbau von drei Verbindungsstraßen eine Gesamtförderung von 702.000 Euro. Fünf Sechstel der Förderung sind europäische Fördermittel, der Rest setzt sich aus nationalen Mitteln zusammen.

Die Gesamtkosten der Straßenbaumaßnahmen liegen bei circa 1,6 Millionen Euro. Die ELER-Förderung 2014–2020 ergänzt die nationalen Fördermittel der Ländlichen Entwicklung. Es können Projekte gefördert werden, die attraktive und funktionsfähige ländliche Räume und Dörfer mit Zukunft gestalten. Gefördert werden folgende Kategorien:

• Dorferneuerung – Lokale Basisdienstleistungen

(z.B. dorfgerechte Einrichtungen zur Förderung der Dorfgemeinschaft)

• Dorferneuerung – Kleine Infrastrukturen

(z.B. zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, wie Ortsstraßen, Fuß- und Radwege, Brücken etc.)

• Infrastrukturprojekte – Ländliche Wege (z.B. Herstellung von Verbindungswegen zu Weilern und Einzelgehöften)

In Wiggensbach wird der Ausbau von drei Verbindungsstraßen wegen schlechtem Ausbauzustand, Asphaltrissen, mangelhaftem Oberbau sowie fehlender Bankette und Entwässerungseinrichtungen gefördert. Es handelt sich um die Sanierung folgender Straßenteilstücke: Im Jahr 2017 von Artho nach Kutten (circa 500 Meter) sowie im Jahr 2018 von Artho nach Waldegg (circa 660 Meter) und vom Anwesen Kürnacher Straße 105 bis zum Anwesen Schmidsreute 2 (circa 950 Meter).

Bereits im Dezember 2015 wurde die Flurneuordnung in Wiggensbach angeordnet. Die Kulturlandschaft zu erhalten, zu sichern und auszubauen und der Wegebau als Beitrag zur Existenzsicherung landwirtschaftlicher Betriebe sind wichtige Ziele der Flurneuordnung in Wiggensbach. Für die Flurneuordnung Wiggensbach stehen insgesamt 3,7 Millionen Euro zur Verfügung. Im Fokus des Verfahrens steht eine Fläche von 565 Hektar. Nutzen ziehen werden rund 300 Beteiligte und 60 landwirtschaftliche Betriebe. Sie sollen durch den notwendigen Ausbau der Infrastruktur, also Gemeindeverbindungsstraßen, Hofanschlusswege und Wirtschaftswege, profitieren. Konkret sollen auf weitgehend bestehenden Trassen knapp acht Kilometer Gemeindeverbindungsstraßen sowie 3,7 Kilometer Hofanschlusswege und 1,2 Kilometer Wirtschaftswege verbessert werden. Im Verfahren werden zudem ökologisch wertvolle Flächen, wie Feuchtbiotope gesichert. Im Flurneuordnungsverfahren werden etwa 5,5 Millionen Euro an Investitionen getätigt. Bereits im Vorfeld der Anordnung dieser Flurneuordnung erhielt der Markt Wiggensbach für den Ausbau zweier landwirtschaftlicher Wege über das Infrastrukturprogramm einen Zuschuss von knapp 300.000 Euro. Es handelte sich dabei um den Weg von Pfaffenried nach Hofs mit einer Länge von 450 Meter, welcher drei landwirtschaftliche Betriebe erschließt sowie um den 325 langen Weg bei Westenried, der einen landwirtschaftlichen Betrieb und zwei Wohnanwesen erschließt.

Der Markt Wiggensbach erwartet – je nach Verfahrensfortschritt – zur Verbesserung seiner örtlichen Infrastruktur und zur Sicherung ökologisch wertvoller Flächen in den nächsten Jahren über das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben europäische und nationale Fördermittel in der Gesamthöhe von rund 4,7 Millionen Euro.

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