Erfolgreich seit 30 Jahren - das Isnyer Opernfestival

Eine Ausstellung über das Opernfestival in der Isnyer Kreissparkasse

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Drei der Hauptakteure, die sich einfach gut verstehen (v.l.): Ausstellungsmacher Johannes Müller, Christine Bremer-Frömmert, die gute Seele bei Finanzen und Planung und Hans-Christian Hauser, der Leiter der Isnyer Opern- Festivals.

Zum dreißigsten Male findet das Isnyer Opernfestival in diesem Jahr statt und noch immer ist jede Inszenierung ein Abenteuer. Diesem Jubiläum ist nun eine interessante Ausstellung in der Kreissparkasse gewidmet.

Hans-Christian Hauser, Dirigent, Arrangeur, Organisator und unermüdlicher Motor hinter allem, hat seine vor 30 Jahren gefundene Idee zum Opern-Festival immer wieder erfolgreich umgesetzt. Das konnte er natürlich nicht alleine. Immer wieder standen ihm bei der Umsetzung Menschen zur Seite, die mit Enthusiasmus und Ausdauer am Gelingen der Festivals beteiligt waren.

Trotzdem: Hans-Christian Hauser steht in Isny für Oper, klassische Musik und das Festival, denn ohne ihn würde auf diesem Gebiet entschieden weniger stattfinden. Als Dozent an der Musikhochschule München und als Gastdozent in China hatte er in seiner bisherigen Berufstätigkeit viele Kontakte knüpfen können, die ihm gerade auch bei den Opernfestivals in Isny einige Steine aus den Weg räumten. Vor 30 Jahren, bei der Vorbereitung der ersten Inszenierung, hat sich gewiss so mancher an den Kopf gefasst: – Oper in Isny? Dann auch noch als Freiluftveranstaltung? Ohne Staatliche Hilfe und nur mit Sponsoren und der festen Hoffnung genügend Eintrittskarten zu verkaufen? Da sah man schon einige Ecken und Kanten.

Wer da mit einstieg, brauchte eine gehörige Portion Mut. Einer der Mutigen in dieser Anfangsphase war der damalige Filialdirektor der Kreissparkasse Isny, Hans-Martin Erb, der einiges an Geld locker machen konnte, um das Projekt mitanzuschieben. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit hat der jetzige Filialdirektor, Michael Tronsberg, die Räume der Kreissparkasse für die derzeit laufende Ausstellung zur Verfügung gestellt. Vom 1. bis 30. Juni kann man dort eine fantastische Dokumentation aller 29 Festivals betrachten und mit Sicherheit werden die „Älteren“ einiges zum Erinnern finden.

Gestaltet wurde die Ausstellung von dem Isnyer Künstler Johannes (Hani) Müller, der im Archiv mehr als 20.000 Fotos gesichtet hat, die Auswahl traf, den Druck veranlasste und anschließend auch die Arbeiten beim Aufziehen und Zusammenstellen bewältigte. Man muss es gesehen haben, um sich wirklich klar darüber zu werden, was das für eine Knochenarbeit war.

Bei der Vernissage am Freitag 1. Juni hat Hans-Christian Hauser durch die Ausstellung geführt und so manche Geschichte erzählen können. Nein, nicht immer war es ein großer Erfolg, aber gerade in den „Durststrecken“ sorgten alle gemeinsam dafür, dass in Isny die Oper überleben konnte. Man lernt aus den Erfahrungen und die Schwierigkeiten der Anfangsjahre, das ließ Hauser zwar nicht unerwähnt. Die Qualität, die sich daraus entwickelte, ist weit über Isny hinaus bekannt.

Johannes Müller ist noch immer im Einsatz. Außerdem hatte er ja auch das Bühnenbild und die Requisiten für die (Kinder) Oper „Das Kind und die Zauberdinge“ geschaffen und hängt in der letzten Runde für das Bühnenbild zu „Ariadne auf Naxos“, den nächsten Opernaufführungen vor dem Isnyer Rathaus. Dort werden bei entsprechend gutem Wetter am Samstag, 16. Juni, Montag, 18. Juni und Freitag dem 22. Juni jeweils um 20.30 Uhr Freunde der Musik einen unterhaltsamen Abend verbringen.

Manfred Schubert

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