Durach kommt unter die Räder

Rechtzeitig vor dem Derby gegen den VfB Durach hat der TSV Kottern vergangene Woche sein erstes Erfolgserlebnis in der Fußball-Landesliga gefeiert. Beim TSV Eching landete die Mannschaft von Trainer Stephan Wuttge einen verdienten 3:1 (1:1)-Auswärtserfolg. Aufsteiger Durach verlor sein Mittwochspiel dagegen mit 0:4 beim FC Gundelfingen.

Die Kotterner ließen in Eching von Beginn an keine Zweifel daran, dass sie ihren ersten Dreier einfahren möchten. Zwickl (2.) und Wuttge (14.) hatten die ersten Chancen. Aus heiterem Himmel mussten die Kotterner aber das 0:1 hinnehmen. Echings Stürmer Hrgota traf per Freistoß zur Führung (21.). Doch den Gästen aus dem Oberallgäu half zum einen das Glück und zum anderen Torwart Gruber. Das Glück kam in Person von Echings Alexander Sauer, der den Ball mit einem Eigentor zum 1:1 ins eigene Gehäuse beförderte (37.). Und Torhüter Gruber war es, der sowohl vor der Pause mit zwei reaktionsschnellen Paraden glänzte als auch nach dem Seitenwechsel einen Elfmeter von Hrgota abwehrte (51.). Clevere Allgäuer Nun war der Weg frei für die clever aufspielenden Allgäuer. Bernhard Jörg besorgte nach schönem Zuspiel von Daniel Eisenmann das 2:1 (54.) und Eisenmann hätte sechs Minuten später alleinstehend vor dem Echinger Torhüter sogar bereits die Entscheidung herbeiführen können. Doch Kozel rettete in letzter Sekunde. So mussten die mitgereisten Kotterner Fans bis zur 70. Minute warten, ehe sie Erhan Erden mit dem 3:1 endgültig erlöste. In der Schlussphase spielten die Kotterner souverän und hätten durch Yilmaz (84.) und Jörg (86.) sogar noch höher gewinnen können. Der Sportliche Leiter Michael Feneberg resümierte nach dem Spiel jedenfalls zufrieden: „Das war eine tolle Leistung. Jetzt kann Durach ruhig kommen.“ Dagegen gab es für den Aufsteiger VfB Durach auch unter der Woche beim FC Gundelfingen nichts zu holen. Mit 0:4 verlor die Christl-Elf und offenbarte dabei vor allem in den Zweikämpfen Schwächen. So war die Partie bereits nach 37 Minuten entschieden, denn zu diesem Zeitpunkt führten die Hausherren durch Tore von Müller (17.), Struck (23.) und Kerle (37.) bereits mit 3:0. Unnötige Gegentore Die deutliche Führung des FC lag aber weniger an dessen Dominanz, sondern vielmehr durch die Ungeschicktheit der Allgäuer: Beim 1:0 musste Torwart Rotter einen Freistoß passieren lassen, beim 2:0 landete der Ball nach einem Gewühl im Anschluss an eine Ecke im Tor und dem 3:0 ging ein Querschläger von VfB-Abwehrspieler Nicky Hübner voraus. Dabei hätten die Gäste zuvor bereits in Führung gehen können, aber Hayrettin Cirak und Alexander Schedel scheiterten am Torwart der Hausherren. In der zweiten Halbzeit schalteten die Gastgeber einen Gang zurück und beschränkten sich auf gelegentliche Konter. So gelang Winkler nach einer Stunde das 4:0. Der VfB verrannte sich dagegen immer wieder in der Abwehrreihe der Nordschwaben. VfB-Trainer Peter Christl bemängelte nach dem Spiel zwar die fehlende Aggressivität seiner Spieler im direkten Zweikampf. Andererseits „war es schön zu sehen“, so Christ weiter, „dass die Jungs bis zum Schlusspfiff trotz des hohen Rückstands engagiert nach vorne gespielt und sich nie aufgegeben haben.“

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