Standortsuche gestaltet sich nach wie vor schwierig

Westlicher Standort bevorzugt

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Diskutierte Standortoptionen in Durach.

Wohin mit dem Rettungshubschrauber? Diese Frage beschäftigt alle Beteiligten seit im Jahr 2010 die Entscheidung getroffen wurde, dass der Rettungshubschrauber Christoph 17 nicht mehr am Klinikum Kempten stationiert werden soll.

Nach Gesprächen zwischen dem Rettungszweckverband und der Gemeinde Durach wurde der dortige Flugplatz als Zwischenlösung vereinbart. Diese Übergangslösung hat nun bereits seit drei Jahren Bestand. Nach mehreren Gutachten und Diskussionen im Stadtrat von Kempten haben sich die Verantwortlichen jetzt auf eine Stationierung in Durach festgelegt: Südlich der Startbahn 17/35 und östlich der Startbahn 07/25, ca. 150 Meter vom Friedhof entfernt. Dieser Standort ist aber weder mit der Gemeinde Durach abgestimmt, noch im Sinne von Gemeinderat, Bürgern und Bürgermeister, wie letzterer meinte. Das wurde beim Ortstermin am Montag, nahe des Phantomgerüstes am Standort 2, deutlich. Bürgermeister Gerhard Hock und die Vertreter aller Fraktionen im Gemeinderat betonten, dass Niemand die Notwendigkeit des Rettungshubschraubers in Frage stelle. „Christoph 17 ist wichtig für die Region und ein wichtiges Glied in der Rettungskette – und genau deswegen möchten wir als Gemeinde unsere Vorstellung für einen zukünftigen Standort des Hangars einbringen“, so Hock. „Bisher wurde viel über Durach gesprochen – leider viel zu wenig mit den Durachern“, kritisierte Durachs Bürgermeister und darf sich dabei der vollen Unterstützung der Gemeinderäte sicher sein. Statt Durach zu kritisieren wünsche man sich eine Portion Dankbarkeit der Verbandsmitglieder des Zweckverbandes für das Provisorium am Flugplatz. 

Der vom Rettungszweckverband vorgeschlagene Standort 2 findet in Durach keine Unterstützung. Er liege zu nahe am Friedhof, die Bürgermeister-Batzer-Straße sei als Anfahrtsstraße ungeeignet und die zusätzliche Lärmbelästigung der Wohngebiete am Flugplatz könne deutlich verringert werden. Weniger Lärmbelästigung verknüpfen Bürgermeister und Gemeinderäte mit dem Standort 3, westlich der Startbahn 07/25. Mehr Abstand zu den Wohngebieten, eine gute Straßenanbindung über die neue Querspange und bessere Einbindung ins Landschaftsbild. Mit diesen Argumenten möch- te man in Durach die Verantwortlichen im Rettungszweckverband vom besseren Stand- ort 3 überzeugen. Zusätzlich zum Standort Durach müsse auch der Standort Bundeswehrsportplatz Ursulasried als realistische Option einbezogen werden. „Ursulasried ist geprüft und genehmigungsfähig“, so die übereinstimmende Position der Duracher Gemeinderäte. Das Ergebnis der Bürgerversammlung in Durach lesen Sie in der nächsten Kreisboten-Ausgabe.  Michael Schropp

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