Durach verspielt letzten Saisonsieg

Im letzten Saisonspiel der verlor der VfB Durach am Samstag gegen den TSV Landsberg mit 2:5, obwohl das Team von Trainer Peter Christl schon mit 2:0 in Front lag.

Die Gäste hatten die Bayernliga-Relegation bereits geschafft, trotzdem traten sie in Bestbesetzung an und boten eine reife Landesliga-Leistung. Bis zur Halbzeit war ihr Spielertrainer Sven Kresin mit dem Auftritt seiner Truppe aber noch nicht einverstanden. „Unsere Absicht war es, in diesem Spiel mit einer guten Leistung das Selbstvertrauen für die Bayernliga-Relegation zu stärken.“ Dies sei jedoch zunächst nicht gelungen. „Durach war – wie auch schon für andere Teams – ein unbequemer Gegner. Des öfteren hatten wir Probleme beim Ballgewinn, obwohl wir in Überzahl waren“, sagte er. Die Zuschauer sahen ein abwechslungsreiches Spiel, in dem die Gastgeber spielerisch und läuferisch gut mithielten und auch mental bei der Sache waren. Doch auch das letzte Spiel sollte ein Spiegelbild der gesamten Saison werden. Gute Chancen in der Anfangsphase als Grundlage für einen möglichen Sieg konnten nicht genutzt werden. Alex Schedel scheiterte am Pfosten (16.), Tobias Rossmann schoss knapp über die Latte (22.) und Manuel Welte verzog mit links ebenfalls alleinstehend vor Landsberg’s Torhüter Markus Obermayer. Die verdiente Führung durch Roland Fichtl per platziertem 17-Meter-Schuss gelang trotzdem (39.). Nach der Pause sorgten beide Mannschaften sofort wieder für beste Unterhaltung. Den Schuss des Torschützen nach Vorlage von Rossmann lenkte Obermayer über die Latte. Auf der anderen Seite demonstrierten die Gäste ihre Klasse bei einer Direktkombination über sechs Stationen. Nicht ganz so souverän stand deren Defensive, was Roland Fichtl auf Zuspiel von Roland Ostheimer zum 2:0 (59.) nutzte. Es schien, als könnte sich der VfB doch noch mit einem Heimsieg in die Sommerpause verabschieden. Doch der eingewechselte Marco Leszczynski leitete mit seinem Doppelschlag die Wende zugunsten der Gäste ein. Bei Durach ging plötzlich gar nichts mehr. Totales Durcheinander „Wir verließen auf einmal die taktische Vorgabe und zeigten mangelnde Konsequenz im Zweikampf“, analysierte Trainer Christl. Tobias Ostheimer war hinterher total ratlos: „Ich kann mir diesen eklatanten Leistungsabfall nicht erklären, bei uns herrschte auf einmal totales Durcheinander“. Landsberg ließ sich nicht bitten und traf noch dreimal durch Önlü Askin (81.) und Stefan Strohhofer (72., 82.), während die Christl-Elf die Elfmeter-Chance durch Rossmann vergab. Trotz dieser Niederlage und dem abschließenden 17. Tabellenplatz geht der VfB aufgrund der Ligen-Neustrukturierung auch in der kommenden Saison wieder in der Landesliga an den Start. Der Duracher Trainer blickt auf die 34 Spieltage zurück: „Meine Mannschaft hat jeweils ihr Bestes gegeben. Bei den vielen knappen Niederlagen ist es schon bemerkenswert, dass sie bis zuletzt durchgehalten, Moral und Charakter gezeigt und den Gegnern das Siegen nicht leicht gemacht hat. Hierfür verdient sie ein großes Lob“. Aufgrund der spielerischen Eigenschaften, des Einsatzes und der Fitness hätte die Ausbeute für den VfB wirklich etwas besser sein können. Doch in einigen Punkten scheiterte man einfach noch an der Cleverness und Liga-Routine.

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