Ehrenamt lohnt sich

Sie wirken im Stillen, investieren ihre Energie in Mitmenschen, die Hilfe, Zuspruch oder Anleitung brauchen. Viele ehrenamtlich tätige Menschen sind im Allgäu aktiv. Selten wird ihr Wirken in der Öffentlichkeit bekannt. Die neun AllgäuStrom Partner wollen das Engagement ehrenamtlich tätiger Allgäuer würdigen.

Ehrenamtliche leisten in Deutschland knapp drei Milliarden Stunden freiwillige Arbeit. Oft investieren sie ihre Feierabende, Wochenenden und Urlaubstage für Rettungseinsätze, Jugend- und Seniorenarbeit, die Pflege unserer Landschaft oder aber auch einfach nur dafür, anderen zu helfen. 2008 startete AllgäuStrom deshalb die Kampagne „Allgäuer Energiebündel gesucht“. „Wir wollen das Engagement ehrenamtlicher Helfer würdigen und ihnen mit unserer Aktion danken“, erläutert Jürgen Herrmann, Mitglied der AÜW-Geschäftsleitung, die Gründe für die Aktion. Die Resonanz war überwältigend. „Auch bei der Fortsetzung der Aktion in diesem Jahr kamen viele beeindruckende Vorschläge“, erzählt Erwin Bischofberger von den Allgäuer Kraftwerken stellvertretend für die AllgäuStrom-Jury. Wie im vergangenen Jahr hat AllgäuStrom auch heuer die Einsendungen in verschiedene Rubriken eingeteilt, aus denen sie je ein Energiebündel auswählten. Das Ergebnis: Ehrenamt für „Freiwillige Feuerwehr“, „Umwelt und Natur“ sowie „Familie, Kinder und Migranten“. Florian Sontheim aus Sonthofen – Ehrenamt „Freiwillige Feuerwehr“: Schon als junger Bursche wusste der 28-Jährige genau, was er wollte: Anderen, in Not geratenen Menschen helfen. Als er zwölf Jahre alt war, trat er bei der Freiwilligen Feuerwehr Sonthofen ein. Immer in Bereitschaft, um zu helfen, wenn andere in Not geraten. Herbert Lederle aus Kempten – Ehrenamt „Umwelt und Natur“: Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust. Und das Allgäu ein El Dorado für Wanderfreunde. Schon vor mehr als hundert Jahren haben Visionäre des Alpenvereins und heimische Bergführer ein gut ausgebautes Netz von Höhenwegen und Schutzhütten für die gebaut, die gern auf Schusters Rappen unterwegs sind. Doch diese Wege müssen auch instand gehalten werden. Hauptsächlich im Frühsommer und im Herbst ist Wegewart Lederle mit seinen ehrenamtlichen Helfern aus der DAV-Sektion dann in den Bergen unterwegs, um Wegeschäden zu reparieren, Zugangswege von Geröll und Altschnee zu befreien, aber auch um Markierungen oder Sicherungsseile zu erneuern. "Absolutes Vorbild" Odile Peutz, Waltenhofen – Ehrenamt „Familie, Kinder und Migranten“: „Odile Peutz ist ein Energiebündel, weil Sie für ihre Ehrenämter unerschöpfliche Energie hat“. Mit diesen Worten schlugen 30 Immenstädter Bürger die 53-jährige Frau aus dem Waltenhofener Ortsteil Häusern für die AllgäuStrom Kampagne vor. Peutz sei ein absolutes Vorbild für ehrenamtliches, soziales Engagement mit Verstand und Herz. Seit 14 Jahren hilft sie überall da, wo Hilfe gebraucht wird, unterstützt straffällig gewordene Jugendliche ebenso wie einsame Senioren oder Ausländer mit Sprachproblemen. Armut und soziale Not hat sie im Rot-Kreuz-Laden in Immenstadt kennengelernt, den sie neun Jahre lang zusammen mit anderen Ehrenamtlichen und enormem persönlichen Engagement geführt hat.

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