10 500 Blumenzwiebeln für einen farbenfrohen Frühling

Dietmannsried wird bunt

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Säckeweise Blütenpracht, die nach einer Menge Arbeit aussieht. Bauhofleiter Andreas Mader (Mitte) verteilte die Blumenzwiebeln an die Vorsitzenden der örtlichen Obst- und Gartenbauvereine. V.l.n.r.: Stephan Sichler (Überbach) mit Sohn Clemens, Helene Brünisholz (Probstried) und Karin Knaur (Dietmannsried).

Dietmannsried – Die Gemeinde Dietmannsried hat sich kurzfristig entschieden, für einen farbenfrohen Frühling 10 500 Blumenzwiebeln anzuschaffen und diese an die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine zur Gestal-tung öffentlicher Flächen zu verteilen.

Die Obst- und Gartenbauvereine der fünf Dietmannsrieder Gemeindeteile kümmern sich seit Jahr und Tag ohne großes Aufhebens um die farbenprächtige Bepflanzung von Verkehrsinseln, Randstreifen und anderen kommunalen Flächen. Eine ehrenamtliche Arbeit, für die die fleißigen Hobbygärtner selten Dank erhalten, die Bauhofleiter Andreas Mader aber gar nicht genug loben kann. 

In diesem Jahr wurden erstmals viele der ansonsten faden Rasenflächen durch die Aussaat bunter Blumenwiesen nicht nur in Bienen-, sondern auch in wahre Augenweiden verwandelt. Das sorgte nicht nur für viele begeisterte Kommentare seitens der Bürger, sondern ersparte den Bauhofmitarbeitern das früher alle vier Wochen fällig gewordene Mähen der Flächen mit der Motorsense, das noch dazu immer wieder Schäden an Fahrzeugen durch herumfliegende Steine mit sich brachte. 

Aufgrund der positiven Resonanz hat die Gemeinde nun beschlossen, das Konzept des „blühenden Dorfes“ um hübsche Frühlingsblüher zu erweitern. Dazu wurden für 682 Euro rund 10 500 Blumenzwiebeln – darunter Tulpen, Narzissen, Krokusse, Iris u.a. – angeschafft, die sich selbst weitervermehren und die nun schleunigst (teils mit Hilfe der Bauhof-Mitarbeiter) vor Frosteinbruch in den Boden gebracht werden müssen. Bauhof und Vereinsvorstände klärten gemeinsam, welche Flächen mit Zwiebeln bestückt und auf welchen wieder Wiesenblumen angesät werden sollen. 

Beides auf ein und derselben Fläche schließt sich aus, da die Wiesenflächen im Frühjahr gehäckselt werden müssen, was die Zwiebeln beschädigen würde. Ob es den Vereinsmitgliedern angesichts der Anzahl der zu grabenden Löcher insgeheim vor wehen Rücken und Blasen an den Fingern graust, darüber kann man nur mutmaßen. Das Endergebnis wird die Mühen allemal wert sein.

Sabine Stodal

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