Ungewissheit und Zukunftshoffnung

Eigenbetrieb & Werkausschuss wollen auch im Pandemiejahr für Weihnachtsatmosphäre sorgen

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Der Kemptener Messe- und Veranstaltungs-Betrieb plant einen kleinen, reinen Kunsthandwerkermarkt ohne Speisen- und Getränkeangebote - sofern es die Entwicklung der Pandemie zulässt.

Kempten – Nachdem die Stadt den Weihnachtsmarkt angesichts des Infektionsgeschehens heuer abgesagt hatte, kündigte Martina Dufner, Leiterin Kemptener Messe- und Veranstaltungs-Betrieb, im Werkausschuss des Stadtrats einen kleineren Adventsmarkt auf dem Hildegardplatz an.

Der Eigenbetrieb plant einen reinen Kunsthandwerkermarkt ohne Speisen- und Getränkeangebote, der – sofern es die Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt – von Donnerstag, 3., bis Sonntag 6. Dezember, sowie von Donnerstag, 10., bis Sonntag, 13. Dezember, stattfinden werde. Außerdem werde es an einem weiteren Adventswochenende am selben Ort den bekannten, regelmäßigen Kunsthandwerkermarkt eines privaten Veranstalters geben. Da bei den Vorbereitungen Eile geboten sei, habe Oberbürgermeister Thomas Kiechle die Standgebühren für den Adventsmarkt in einer dringlichen Anordnung festgelegt, ohne vorher den Werkausschuss zu befragen. Das Gremium nahm nun im Nachhinein zustimmend zur Kenntnis, dass den etwa zwölf Bewerbern das Angebot unterbreitet wurde, für vier Tage und einen Marktstand von drei Metern Länge 240 Euro zu bezahlen, für jeden weiteren Meter 20 Euro und für den Stromanschluss pauschal 35 Euro. KunsthandwerkerInnen, die ihre Produkte volle sechs Tage lang anbieten wollen, erhalten einen Nachlass von 20 Prozent. Eine lange Einkaufsnacht zu veranstalten sei dieses Jahr „schlicht unmöglich“, so Dr. Richard Schießl, Referent für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung, das hätten die ausführlichen Diskussionen mit der zuständigen Regierung von Schwaben deutlich gemacht. Dufner und Kiechle sind derzeit guter Dinge, den Bürgerinnen und Bürgern mit dem Adventsmarkt auch unter schwierigen Bedingungen „a bissle Stimmung“ bieten zu können.

Unterstützung für die Schaustellerbranche

Ebenfalls abgesagt hatte die Stadt in diesem Herbst den Kathreinemarkt samt Händlermarkt. Da die Schausteller von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie besonders hart getroffen seien, beschloss der Werkausschuss einstimmig, dem Vorschlag des Eigenbetriebs nachzukommen und dem Stadtrat zu empfehlen, im kommenden Jahr die Standgebühren für Himmelfahrts- und Kathreinemarkt um 50 Prozent zu ermäßigen. Bisher hatten die Schausteller, je nach Art ihres Fahrgeschäfts oder Marktstands, Gebühren zwischen 35 und 81 Euro für jeden laufenden Meter zu entrichten. Das Rechts- und Standesamt prüfe derzeit, welche rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um die Marktgebührensatzung dementsprechend zu ändern.

Vorschläge für die Festwoche der Zukunft

Auf der Tagesordnung des Werkausschusses stand außerdem der Wirtschaftsplan des Messe- und Veranstaltungsbetriebs für 2021, der ebenfalls von zahlreichen Unwägbarkeiten geprägt sei, wie Dufner erläuterte. Eine lebhafte Diskussion entzündete sich an den Umfrageergebnissen zur Zukunft der Allgäuer Festwoche, die Prof. Dr. Alfred Bauer vom Mittelstands-Institut der Hochschule Kempten dem Gremium vorstellte. Ein ausführlicher Artikel zu beiden Themen erscheint in der kommenden Mittwochsausgabe des Kreisboten.

Antonia Knapp

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