Die Behandlung von Post-Covid-19-Patienten.

Ein Blick in den Arbeitsalltag der Lungenfachärzte Dr. med. Reinhard Hettich und Dr. med. Bettina Miksch von Heigl, Hettich MVZ Kempten-Allgäu

Dr. med. Bettina Miksch von Heigl und Dr. med. Reinhard Hettich
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Dr. med. Bettina Miksch von Heigl und Dr. med. Reinhard Hettich

Im Interview berichten die Lungenfachärzte aus Ihrem Arbeitsalltag und den Berührungspunkten mit dem Corona Virus.

Kreisbote: Dr. Hettich, Sie sind ein renommierter Lungenfacharzt in der Region und Mitbegründer des medizinischen Versorgungszentrums Heigl, Hettich MVZ Kempten-Allgäu. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag seit März 2020 mit Corona aus?

Dr. Hettich: Es ist uns gelungen unser Haus gut zu schützen. Bevor ein Patient unser MVZ betritt, wird ein Gesundheitscheck in unserer Schleuse, in dem Bereich vor dem Eingang durchgeführt. Dazu gehört die Beantwortung von infektionsrelevanten Fragen, die Messung der Körpertemperatur, der Herzfrequenz und der Sauerstoffsättigung sowie die Kontrolle des Mund-Nasenschutzes und eine intensive Händedesinfektion.

Von März 2020 bis Mitte Februar 2021 haben wir 80.700 Personen geprüft und 900 Abstriche gemacht, von denen 24 positiv waren. All diese Maßnahmen zielen darauf ab, Corona-Infektionen in unserem MVZ zu verhindern. Der Aufwand hat sich gelohnt. Obwohl hier mehrere Hunderttausend Einzelkontakte stattgefunden haben, hat sich nach allem, was wir heute wissen niemand infiziert. Unsere Patienten fühlen sich sicher, wenngleich viele von ihnen ein sehr hohes Erkrankungsrisiko haben oder zur Hochrisikogruppe gehören.

Kreisbote: Dr. Miksch, Sie arbeiten seit fünf Jahren im MVZ und waren zuvor Jahre lang in einer Lungenfachklinik tätig. Inwieweit sind Sie im Fachbereich der Lungenheilkunde mit Corona konfrontiert?

Dr. Miksch: Während der letzten Wochen stellten sich einige Post-Covid-Patienten vor, die mehr als drei Monate nach der Erkrankung noch immer an Beschwerden leiden. Wir prüfen vor allem die Herz- und Lungenfunktion. In den meisten Fällen können wir den Patienten die Rückmeldung geben, dass organisch alles in Ordnung ist, worüber die Erleichterung oft groß ist. Häufig stehen Symptome wie Müdigkeit oder Abgeschlagenheit im Sinne eines Fatigue-Syndroms im Vordergrund.

Kreisbote: Wie Sie sagten, sei die Ansteckungsgefahr in Ihren Räumlichkeiten sehr gering. Konnten Sie einen Rückgang der Patientenzahlen feststellen?

Dr. Miksch: Generell läuft der Alltag wie gewohnt und das MVZ ist gut besucht. In unserem Fachbereich ist ein leichter Rückgang zu erkennen. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass durch die momentanen Hygienemaßnahmen erfreulicherweise die üblichen Infekte der Wintersaison zurückgegangen sind.

Kreisbote: Wann empfiehlt es sich in der momentanen Lage einen Pneumologen aufzusuchen?

Dr. Hettich: Ich nenne Ihnen Beschwerden, bei denen ich empfehlen würde einen Termin beim Lungenfacharzt zu vereinbaren: 1) Ein Husten, der länger als 4 Wochen anhält, ohne dass eine spürbare Verbesserung eintritt. 2) Atemnot bei körperlicher Belastung. 3) Ein Druck im Brustkorb oder 4) ein Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung. Durch individuell erstellte Therapiemaßnahmen können wir in vielen Fällen auf die Genesung der Patienten positiv einwirken. Dabei gilt für uns der Grundsatz, dass wir Medizin für den Menschen machen. Gute Medizin heißt auch, den Blick auf das technisch Machbare zu richten und gleichzeitig auf ein sinnvolles Maß zu reduzieren. Wir nehmen uns daher beim Arzt-Patientengespräch viel Zeit und gehen auf die individuellen Bedürfnisse und Lebensumstände ein.

Kreisbote: Wir danken Ihnen für das Interview.

Impressionen des Ärztehauses

Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu
Impressionen des Ärztehauses
Impressionen des Ärztehauses © Hettich MVZ Kempten-Allgäu

Bilder, welche Personen ohne Masken zeigen, wurden vor der Covid-19 Pandemie aufgenommen.

Die Heigl Health GmbH MVZ Kempten-Allgäu - Ein hoher menschlicher Anspruch als Grundvoraussetzung für gute medizinische Arbeit.

Zuwendung und wertschätzende Fürsorge dem Patienten gegenüber stehen bei der gesamten Belegschaft an oberster Stelle. Die Ärzte nehmen sich Zeit für ein ausführliches persönliches Eingangsgespräch sowie eine individuelle, auf den jeweiligen Patienten optimal abgestimmte Befundbesprechung und Gesundheitsberatung. Aufgrund der hervorragenden Expertise der behandelnden Ärzte und unter Einsatz modernster Technologie kann das Team von Heigl, Hettich eine Diagnostik und Therapie auf sehr hohem Niveau gewährleisten.

Davon können sich Interessierte auf der neu gestalteten Internetseite www.mvz-kempten.de von „Heigl, Hettich MVZ Kempten-Allgäu“ überzeugen. Eine strukturierte Übersicht gibt Einblick in die Kernkompetenzen der Inneren Medizin und die medizinischen Leistungen, informiert zu Krankheitsbildern und Therapiemöglichkeiten. Dazu zählen:

1) Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Gefäßerkrankungen (Kardiologie)
2) Lungen- und Bronchialerkrankungen (Pneumologie) sowie Schlafstörungen aller Art
3) Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen (Nephrologie) und Dialyse
4) Diabetes sowie Hormon- und Stoffwechselerkrankungen (Diabetologie und Endokrinologie)
5) Fettstoffwechselstörungen (Lipidologie) und Apherese

Regional und darüber hinaus

Im Jahr 1993 gründeten Dr. Franz Heigl und Dr. Reinhard Hettich eine Gemeinschaftspraxis mit den Fachbereichen Innere Medizin, Kardiologie, Pneumologie und Nephrologie. In den 90ern wurde die Einrichtung um die Bereiche Dialyse und Apherese erweitert. Nach der im Jahr 2003 eingegangenen Partnerschaft mit Dr. Harduin Reeg und Privat-Dozent Dr. Norbert Lotz entstand 2005 „Dres. Heigl, Hettich und Partner Medizinisches Versorgungszentrum Kempten-Allgäu“. 2007 wurde die Praxis auch räumlich um das Diabeteszentrum erweitert. 2015 kam das Schlaflabor, welches von Dr. Manfred Held geführt wird hinzu. Durch die Umfirmierung der Betreibergesellschaft 2019 in die „Heigl Health GmbH MVZ Kempten Allgäu“ änderte sich die Besetzung der Geschäftsführung, da die ehemaligen Partner ihre Geschäftsanteile abgaben. Die Spitze bildet Dr. Heigl. Zusammen mit seinem Sohn Julian Heigl und dem Mitarbeiter Johann Stöckle ist die Einrichtung in besten Händen und zukunftsfähig aufgestellt. Die langjährigen Partnerärzte stehen dem MVZ weiterhin mit ihrer großen medizinischen Expertise zur Verfügung. Trotz der gesellschaftsrechtlichen Umfirmierung bleibt der etablierte Rufname der Institution „Heigl, Hettich MVZ Kempten-Allgäu“ erhalten.

Sie finden die Heigl Health GmbH MVZ Kempten-Allgäu in der Robert-Weixler-Str. 19, Kempten. Terminvereinbarungen sind telefonisch unter T. 0831 / 570 577 10 und per Mail unter info@mvz-kempten.de möglich.

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