"Ein ganz wichtiger Impuls"

Nicht nur OB Dr. Ulrich Netzer (hinten) lauschte interessiert den Ausführungen von Ilse Roßmanith-Mitterer, Vorsitzende der Stiftsstadtfreunde, zur orientalischen Krippe aus dem 19. Jahrhundert. Foto: Tröger

Das neue Mühlbachrad in der Gerberstraße bot den feierlichen Hintergrund für die Eröffnung des Stiftsstädtischen Krippenweges 2010, der vergangenen Samstagabend bei Fackelschein und weihnachtlichen Gesängen von Sängerbund und Kindern des Horts „Haus für Kinder“ St. Lorenz, eröffnet wurde. Ilse Roßmanith-Mitterer, Vorsitzende der Stiftsstadtfreunde und zum dritten Mal Drahtzieherin der arbeitsintensiven Aktion, dankte den Leihgebern für die „sehr sehr schönen Exponate“, die bis Heilig Dreikönig insgesamt 32 Schaufenster-Stationen zwischen Rathausbrunnen und Herbststraße zieren.

Wie berichtet, sind dort Krippen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturkreisen, Materialien und Kunstrichtungen zu bewundern. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) erinnerte sich an die Krippe seiner Kindheit „bei uns zu Hause“. Zu Weihnachten sei das Geschirr aus einer großen Glasvitrine geräumt „und eine Krippe hineingebaut worden“, plauderte er aus dem Nähkästchen. Er freue sich, dass zum dritten Mal das vielfältige „Band von Krippen“ in der Stiftsstadt gezeigt werde. Neben dem Weihnachtsbrunnen am Rathausplatz und dem Adventskalender im Zumsteinhaus ein „ganz wichtiger Impuls“, dankte er der Vorsitzenden der Stiftsstadtfreunde für die geleistete „Herkulesarbeit“. Gemeinsam machte sich die Schar aus Musikanten, Leihgebern und Interessierten auf den Weg, einige der Schmuckstücke von Roßmanith-Mitterer vorgestellt zu bekommen. Zum Beispiel die so genannte „Orientalische Krippe“ aus dem Deutschland des 19. Jahrhunderts, die mit aufwändig-prunkvollen Details der Geburt Christi huldigt. Oder die in Schlichtheit schöne Krippe aus Peru, gefolgt von der ebenfalls peruanischen Krippe der Künstlerfamilie Mendevil aus Cuzco, die ihre Figuren aus dem spanischen Barock weiterentwickelt und mit langen Hälsen typisiert hat. Eine kleine Besonderheit auf dem Krippenweg sind schwäbische, bayerische und peruanische „Fatschenkinder“ – in Tücher gewickelte Jesuskinder, die den Schluss der Miniführung bildeten. Bei heißem Glühwein und Weihnachtsplätzchen konnten sich die Krippenfans vor dem Zumsteinhaus im Anschluss aufwärmen – angesichts der klirrenden Kälte ein willkommenes Angebot. Der Krippenweg verläuft vom Rathaus über Gerberstraße, Residenz-, Hildegard-, Kornhausplatz, Post- und Salzstraße, von der Wartenseestraße bis zur Herbststraße. Am Donnerstag, 16. Dezember, um 16 Uhr gibt es außerdem eine Krippenführung. Treffpunkt ist am neuen Mühlbachrad.

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