"Ein großer Sprung"

Ein bisschen diskutiert wurde zwar darüber, aber am Ende stimmte der Werkausschuss mehrheitlich für eine Erhöhung der Standmieten. Bereits im vergangenen Jahr sei man sich „uni- sono“ einig gewesen, dass sich der Kemptener Weihnachtsmarkt künftig selbst tragen und nicht mehr mit Steuergeldern bezuschusst werden solle, erinnerte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU).

So warb Heinz Buhmann, Geschäftsführer des Tourismus und Veranstaltungsservice (KTV) für seine Vorschläge das Ziel durch „gerechte Standmieten“ die „Finanzierung des Weihnachtsmarktes zu decken“. Für 2012 sollen laut Beschluss nun vor allem die Mieten für die Gastronomiestände von 290 Euro pro laufenden Meter im vergangenen Jahr auf 450 Euro drastisch erhöht werden. Peter Wagenbrenner (CSU) sah die Preis- steigerung um 55 Prozent für Gastro-Stände gerechtfertigt, da dort mit Glühwein „ein Riesengeschäft“ gemacht werde. Da laut Buhmann die Umsätze im Kunsthandwerk damit nicht zu vergleichen seien, kommt auf die Standbetreiber dieser Branche nur eine Erhöhung um zehn auf 190 Euro pro laufenden Standmeter zu. Um 30 Euro erhöhen sich die Mieten für Stände mit abgepackten Lebensmitteln und Süßigkeiten. Hier werden künftig 250 Euro pro laufenden Standmeter fällig. Die genannten Summen beziehen sich auf Standmieten mit eigener Hütte. Damit liege man, so Buhmann, preislich „ungefähr vergleichbar“ mit den Weihnachts- märkten in Aschaffenburg oder Fulda, und günstiger als Passau. Gleich bleiben die Mietpreise für Hütten: 350 Euro für drei mal zwei Meter und 370 Euro für vier mal zwei Meter. Die Weihnachtsmarkt-Wirte „nicht so sehr vor den Kopf schlagen“ wollte Siegfried Wehrmann (SPD), der sich, wie sein Ausschusskollege Ullrich Kremser (FDP), für eine Erhöhung auf nur 400 Euro für den laufenden Meter einsetzte. Den Beschluss mit 450 Euro trugen beide deshalb auch nicht mit. Dass es bei der Gastronomie jetzt „ein großer Sprung ist“, räumte Herbert Karg (FW) ein, „aber der ist nötig“. Man könne die Erhöhungen begründen, und „wenn es für jemanden zu teuer bei uns ist, dann ist es eben so“, bekräftigte auch Hildegard Greiter (CSU) die Entscheidung. Zu guter Letzt kündigte Buhmann Öffnungszeiten bis 21 Uhr auch an den Freitagen an.

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