Bebauungsplan »Ludwigshöhe-Süd« im Stadtrat durchgewunken

Ein grünes Wohnquartier für St. Mang

Dem Bebauungsplan für die Ludwigshöhe-Süd hat der Stadtrat
 zugestimmt.
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Dem Bebauungsplan für die Ludwigshöhe-Süd hat der Stadtrat zugestimmt.

Kempten – Die BSG-Allgäu plant, in Sankt Mang auf dem Flurstück 1893/2 zu bauen. Dort, wo sich derzeit noch ein Bolz- und Spielplatz befindet, sollen Wohngebäude entstehen. Für die Freifläche sind zu jeweils 50 Prozent Eigentumswohnungen und sozial geförderte oder frei finanzierte Mietwohnungen vorgesehen.

Ein kleinerer Teil im Westen des Flurstücks sollte als Grünfläche mit Spielplatz erhalten und weiterentwickelt werden. Mit diesem Projekt hatte sich in der Vergangenheit sowohl der Gestaltungsbeirat als auch der Bauausschuss befasst. Nach Kritik im Bauausschuss und der Anwohnerschaft wurde eine Umplanung vorgenommen.

Der Vorentwurf für den Bebauungsplan umfasst einen Geltungsbereich von 1,54 Hektar, in dem in neun Gebäuden ca. 70 Wohneinheiten entstehen sollen. In den Gebäuden 1 bis 8 sind verschiedene Wohnungstypen vorgesehen. In Gebäude 5 ist zusätzlich eine Gewerbeeinheit eingeplant, die zur Nahversorgung – mit Bäckereifiliale, Café oder ähnlichem – des Quartiers dienen soll. Für Gebäude Nr. 9 wird untersucht, ob hier eine Kindertagesstätte mit drei Gruppen entstehen kann. 

Die Tiefgarage umfasst 80 PKW-Stellplätze, Fahrradstellplätze, Abstellräume, Technikräume und Räume für Abfalltonnen. Die maximale Geschosszahl beträgt vier Geschosse und dies nur in Teilbereichen entlang der Breslauer Straße. Um die Höhe der Gebäude zu regeln, werden die maximalen Attikahöhen festgesetzt.

Für eine adäquate Fußwegeverbindung, werden unterschiedliche Fußwegeachsen im Quartier festgelegt. Zeitgleich zur Gebäudeplanung wurde für das gesamte Quartier eine Grünplanung entwickelt. Unterschiedliche Grünflächen und Bäume verschiedener Wuchsklassen werden Teil der Bebauungsplansatzung. Für die Flachdächer wird, abgesehen von kleinen Terrassenbereichen, eine extensive Dachbegrünung festgesetzt. Anlagen zur Nutzung solarer Energie sollen sowohl auf dem Dach als auch an der Fassade zulässig sein.

Tanja Thalmeier, Vorstand BSG, erklärte gegenüber dem Kreisboten: „Die 80 Stellplätze, von denen gestern ausschließlich die Rede war, werden in der Tiefgarage entstehen. Und selbstverständlich halten wir uns an unsere – auch öffentlich gemachten – Zusagen, wo auch immer möglich, entlang der ganzen Oskar-Maria-Graf-Straße darüber hinaus zusätzliche Stellplätze für das Projekt zu schaffen, und außerdem versuchen wir, entlang der Breslauer Straße mehr Stellplätze als bisher als Besucherstellplätze zu generieren.“ Bis auf Prof. Dr. Robert Schmid (CSU) stimmten alle dem Vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu.

Helmut Hitscherich

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