"Ein starkes Finale"

Wäre es jeden Tag so heiß gewesen wie am vergangenen Mittwoch und Donnerstag, hätten die Verantwortlichen wohl die Besucher schwächste Festwoche seit Jahren verbuchen müssen: Nur rund 6500 Tagesbesucher fanden am Donnerstag den Weg aufs Gelände – gerade einmal die Hälfte eines „normalen“ Festwochentags. Das „starke Finale“, wie es Organisator Heinz Buhmann am Sonntagnachmittag bezeichnete, sorgte dann jedoch für einen versöhnlichen Abschluss: Mit insgesamt rund 103000 Tagesbesuchern und 71000 Abendgästen hat die 60. Allgäuer Festwoche das Niveau der vergangenen Jahre halten können.

Am Sonntagnachmittag gegen 15.30 Uhr dürften sich die Mienen der Festwochen-Organisatoren aufgehellt haben – soeben hatte der 100000. Besucher die Tore passiert. Vor allem Mitte der Woche hatte es danach lange nicht ausgesehen. Insbesondere am Donnerstag, dem bislang heißesten Sommertag des Jahres 2009, kamen gerade einmal 6500 Besucher. Normalerweise sind es im Schnitt 13000 bis 14000 Tagesbesucher täglich. Dank Freitag, Samstag und Sonntag sind es nach ersten Schätzungen der Verantwortlichen vom Sonntagnachmittag dann doch rund 103000 Besucher gewesen, die die Messe besucht haben. Vergangenes Jahr waren es 105000 gewesen. Mit 71000 Gästen stabil geblieben ist dagegen die Zahl der abendlichen Besucher. Damit gehöre die Festwoche weiter zu den führenden Verbrauchermessen in Deutschland. Dementsprechend zufrieden äußerten sich die Verantwortlichen im Rahmen der obligatorischen Abschluss-Pressekonferenz. „Ich würde das trotzdem als Erfolg werten“, verwies Heinz Buhmann auf das Wetter. „Alles, was über 100000 ist, ist für uns Spitze.“ Bürgermeister Josef Mayr (CSU) meinte: „Wir haben unser Potenzial ausgeschöpft.“ "Den Nerv getroffen" Nicht nur mit den Besucherzahlen, auch mit der 60. Festwoche im Allgemeinen zeigten sich die Macher zufrieden. „Wir haben den Nerv der Besucher getroffen“, frohlockte Mayr. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die zahllosen Höhepunkte wie das Geburtstags-Feuerwerk oder die Premiere des Allgäu-Krimis. Überhaupt habe sich die Mischung aus Wirtschaftsmesse und Volksfest mit breitem kulturellem und sportlichem Rahmenprogramm einmal mehr bewährt. Zu den „Publikumslieblingen“ der Messe gehörten laut Mayr die Präsentationen des Handwerks, allen voran heuer der Fleischer-Innung. Thematische Dauerbrenner waren Bau, Ausbau, Sanierung und Energie sowie Freizeit, Tourismus, Wellness, Gesundheit und Garten. „Die Stimmung unter den Ausstellern ist gut bis sehr gut“, so Mayr. „Das ist in Zeiten der Wirtschaftskrise keine Selbstverständlichkeit.“ Viel Lob gab es von Mayr für die Verbesserungen im Service-Bereich wie zusätzliche Toiletten, barrierefreie Übergänge, Kinderbetreuung und Busnachtkurse. Bewährtes Sicherheitskonzept Bewährt habe sich auch das neue Sicherheitskonzept mit der erstmals angewandten Festwochen-Verordnung. „Auch in Zukunft bleiben wir dabei – Vorrang für Sicherheit“, betonte Mayr. Herbert Karg (FW), Festwochenbeauftragter des Stadtrats, zeigte sich ebenfalls zufrieden. „Ich bin stolz auf die 60. Allgäuer Festwoche“, betonte er. Sein Dank galt Heinz Buhmann, der nach 25 Jahren als Chef-Organisator aufhört. „Aber Frau Dufner wird das Erfolgskonzept lückenlos fortsetzen“, so Karg zuversichtlich. „Die 61. Festwoche wird wieder ein Erfolg.“

Auch interessant

Meistgelesen

Feiern verbindet
Feiern verbindet
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz

Kommentare