"Ein unerledigtes Problem"

Zehn Jahre nach einem ersten vergeblichen Anlauf soll nun mit der Umgestaltung des Hildegardplatzes ernst gemacht werden: Noch heuer will der Stadtrat entscheiden, ob und wie das Vorfeld der Basilika bebaut werden soll. Derzeit stehen vier von einem Arbeitskreis ausgearbeitete mögliche Varianten zur Debatte. Drei sehen den Bau einer Tiefgarage vor, eine einen oberirdischen Umbau. Am heutigen Mittwoch, 17. Juni, ab 19.30 Uhr sollen die Bürger im Kornhaus über die Details der einzelnen Entwürfe informiert werden.

Bereits vor zehn Jahren sollte mit einer Umgestaltung des Hildegardplatzes die nördliche Innenstadt aufgewertet werden, um ein Gegengewicht zum Forum Allgäu zu schaffen. Angedacht war bereits damals eine Tiefgarage, gegen die Anwohner und Kirche aber vehement Widerstand leisteten. Außerdem war seinerzeit kein Geld für ein solches Projekt in der Stadtkasse. Jetzt nimmt die Stadtverwaltung einen neuerlichen Anlauf, um ihr Ziel zu erreichen. „Das ist ein unerledigtes Problem“, erklärte Bürgermeisterin Sibylle Knott (FW), die in der vergangenen Woche OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) vertrat. Um den Widerstand der Bürger nicht wie seinerzeit herauszufordern, sind die diesmal mit ins Boot geholt worden. So konnten sich die Anwohner sowohl im November an einem Workshop als auch im Anschluss daran an einem Arbeitskreis beteiligen, dem neben Anwohnern auch Planer, ansässige Geschäftsleute, Vertreter der Verwaltung, Stadträte und Vereine angehören. Diskutiert wurden zunächst insgesamt sechs Entwürfe. Übrig geblieben sind vier, die heute Abend vorgestellt werden sollen. Drei Varianten sehen den Bau einer Tiefgarage vor, eine eine rein oberirdische Nutzung des Hildegardplatzes. Drei Tiefgaragen-Varianten Hinsichtlich der Tiefgarage hat der Arbeitskreis drei Entwürfe ausgearbeitet. Zwei davon sehen eine Zufahrt über den Kirchberg beim Biergarten des „Stift“ vor, Unterschiede gibt es nur bei der Größe des unterirdischen Parkhauses. Die „kleine Lösung“ geht von 98 Parkplätzen unter der Erde sowie weiteren 30 oberirdisch aus. Die „große Lösung“ beinhaltet dagegen 141 unterirdische Parkplätze. Erzielt werden soll das deutliche Plus laut Bürgermeisterin Knott, indem die Tiefgarage weiter in Richtung Residenz gebaut wird als bei der „kleinen Lösung“. Die dritte Tiefgaragen-Variante sieht dagegen eine Zufahrt direkt über den Hildegardplatz vor. „Die greift somit deutlicher in den Platz ein“, erklärte Knott, da die Einfahrt auf dem Platz liegen würde. Vorgesehen sind hier 95 Parkplätze unter dem Hildegardplatz sowie weitere 63 oberirdische. Diesen drei unterirdischen Varianten steht lediglich eine oberirdische entgegen. Vorgesehen sind in diesem Fall insgesamt 120 Parkplätze sowie eine Straßenführung in südlicher und westlicher Richtung entlang der bereits bestehenden Häuserzeilen. „Die Straße würde dann praktisch dem Geschäftsverlauf folgen“, so die Bürgermeisterin. Tiefgarage wird teurer

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