"Ein weiterer Meilenstein"

Markant: Das neue Gebäude der Hochschule Kempten unmittelbar an der Bahnhofstraße. Foto: Hochschule

Der Ausbau der Hochschule ist abgeschlossen: Mit der feierlichen Einweihung des Gebäudes an der Bahnhofstraße (V. Bauabschnitt) am Dienstag vergangener Woche ist die Bildungseinrichtung nun in der Lage, ihr Angebot wie geplant um 1254 Studienplätze zu erweitern. Damit kann die Hochschule zum Wintersemester bis zu rund 4500 Studenten aufnehmen. „Das ist ein weiterer Meilenstein in unserer Geschichte, so Präsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt. Die eigentliche Eröffnungsrede aber hielt Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch.

Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sagte Minister Heubisch: „Dass heute fast 4000 junge Menschen in Kempten studieren, ist ein großer Erfolg für die Hochschule und ein Gewinn für die gesamte Region.“ Standort einer Hochschule zu sein, sei gut für jede Stadt, so Heubisch weiter. „Und die Unternehmen in der Region profitieren vom Zuwachs an Bildung.“ Da immer mehr junge Leute an die Hochschulen drängen würden, sei die Erweiterung um den V. Bauabschnitt dringend notwendig gewesen. Finanziert werde der rund 25,8 Millionen Euro schwere Neubau durch Gelder aus dem Paket „Zukunft Bayern 2020“. Hochschul-Präsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt erinnerte in seiner Ansprache an die Grundsteinlegung im Mai 2009. „Die Bauzeit war erfreulich kurz“, frohlockte er. Mit dem neuen Gebäude „haben wir die anderen Hochschulen überholt und die Umbauphase abgeschlossen.“ Für ihn selbst habe die Bauzeit oft bedeutet, schwierige Entscheidungen zu treffen – unter anderem, wer ein Platz in der rund 200 Parkplätze fassenden Tiefgarage bekommt, spielte er mit feiner Ironie auf das Parkplatzproblem in der Bahnhofstraße an. Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) lobte die markante Gestaltung des neuen Gebäudes. „Städtebaulich setzt die Hochschule einen klaren Akzent“, sagte er. Das Gebäude präsentiere sich „selbstbewusst, klar und transparent“. Der Ausbau der Kemptener Bildungseinrichtung „zeigt die erfolgreiche Entwicklung der Allgäuer Hochschule“, sagte er. Für den Wirtschaftsstandort Allgäu sei die Schule „ein ganz entscheidender Wirtschaftsfaktor“. Der Tag der Einweihung des V. Bauabschnitts sei daher ein „sehr guter Tag“. Wolfgang E. Schultz, Vorsitzender des Hochschulrats und Vizepräsident der IHK Schwaben, lobte den Neubau ebenfalls: „Die Rahmenbedingungen haben sich damit erheblich verbessert“, sagte er und übergab Schmidt einen Scheck über „2,50 Euro pro Quadratmeter“. „Die Bauzeit war kurz und intensiv“, meinte hingegen Cornelia Bodenstab, Baudirektorin des Staatlichen Bauamtes. Sie erinnerte unter anderem auch an die zahlreichen Vorgaben der Architekten und Ingenieure, die es galt umzusetzen. Zudem sei beim Bau des Gebäudes sehr viel Wert darauf gelegt worden, einen ökonomischen und ökologischen Betrieb zu ermöglichen. Künftig soll der dreigliedrige Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Kunz-Hochhauses mit etwa 4000 Quadratmetern Nutzfläche die Fakultäten Soziales und Gesundheit, Informatik, Maschinenbau sowie Elektrotechnik beheimaten. Nach den Entwürfen der Münchner Architekten Karl und Probst entstanden zwei Kopfbauten, verbunden mit einem eingeschossigen Vorlesungstrakt, die neue Eindrücke und Einblicke auf den Campus schaffen. Vor allem markant ist der große gläserne Flur, mit dem sich der Vorlesungstrakt zur Bahnhofstraße hin öffnet. Eine zweigeschossige Halle mit einer breiten Treppenanlage verbindet das Gebäude im südlichen Kopfbau und bietet den Studierenden weitere Aufenthaltsbereiche. Insgesamt befinden sich in dem neuen Gebäude sieben Vorlesungssäle, 16 Labore und Seminarräume sowie Büros. Dazu kommt eine neue Tiefgarage unter dem Haus mit insgesamt 217 neuen Parkplätzen. Erst vor wenigen Wochen war der neue Bestellbau, die „Denkfabrik“ der Sozialbau Kempten direkt nebenan feierlich eingeweiht worden.

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