Einblick in die Welt des Betriebshofs

Was genau gehört eigentlich zu den Aufgaben des Städtischen Betriebshofs? Einblicke in das vielfältige Tätigkeitsfeld von seit bald zehn Jahren unter dem gemeinsamen Dach zusammengefassten Stadtbauhof und Stadtgärtnerei, gab kürzlich Betriebshofsleiter Uwe Gail, als Gastgeber des Unternehmerstammtisches der Stadt Kempten.

Die Betriebsfläche allein für den Bauhof mit seinen 87 Mitarbeitern, erstrecke sich auf knapp 35000 Quadratmeter, verdeutlichte er die Dimension der Einrichtung. Dort seien auch die fast 60 Fahrzeuge sowie über 40 Arbeitsgeräte und Maschinen stationiert, die neben weiteren Gerätschaften durch die hauseigene Kfz-Werkstatt gewartet und repariert würden. Die Aufgabenfelder der einzelnen Arbeitstrupps sind wahrlich vielfältig und reichen von der Fahrbahninstandhaltung über Malerarbeiten und Straßenmarkierungen, dem Unterhalt von Wanderwegen sowie Gewässern bis zur Wartung, Leerung, Montage und Demontage der 61 Parkscheinautomaten und 67 Parkuhren. Über 30 Wegmacher müssten die „circa drei Kubikmeter Papierkorbvolumen oft mehrmals pro Woche leeren“, wie Gail erklärte. Auch so schon „wirklich ein Fulltime-Job“ sei der Zuständigkeitsbereich für Verkehrszeichen. Daher zeigte er sich erleichtert darüber, „dass uns gottlob die letzte Gesetzes-änderung nicht aufs Aug’ gedrückt wurde“, die den Austausch älterer Schilder gegen ein neues Design vorgesehen habe. Ein immer wieder kehrendes Thema sei der Vandalismus, wie Gail anhand einiger Bilder eindrucksvoll zu vermitteln wusste. Müllberge nach einer Schulabschlussfete an der Iller, reihenweise ausgerissene Blumen im Hofgarten und auch die Beschilderung der Wanderwege sei davon betroffen. Drei Stunden sei der zuständige Trupp „für eine Grobreinigung unterwegs wenn Party war“. Vielseitige Mitarbeiter Für 350 Kilometer Straße und 140 Kilometer Geh- und Radwege müsse der Bauhof im Winter sorgen. Ob im Räum- oder Telefondienst, oder beim Aufstellen der über 3000 Winterzeichen, 300 Streukisten und rund 40 Winterhalteverbote, den Winterdienst „muss jeder leisten“, hob er die Vielseitigkeit seiner Mitarbeiter hervor. Gut bestückt mit Gerätschaft ist auch die auf 9500 Quadratmetern beheimatete Stadtgärtnerei mit ihren 30 Mitarbeitern und vier Azubis. Bei den drei Gärtnerkolonnen stehe Anpflanzen, Zurückschneiden und Pflegen, aber auch „banales Rasenmähen auf dem Programm“. Der Städtische Blumen- und Pflanzenbedarf „wird von uns selbst gezogen“, wie Gail erläuterte. Auch sei die Stadtgärtnerei unter anderem für Betreuung, Unterhalt und Anlage von 80 Spielplätzen zuständig, freute er sich, dass beispielsweise der Spielplatz in der Weiherstraße „sehr gut ankommt“. Neben dem Illerstadion wollen von der Stadtgärtnerei zudem 50 Sport- und Bolzplätze, fünf Loipen mit einer Länge von 26 Kilometern gepflegt und das „Ökomobil“ betrieben werden. Viele Aufgaben Ganz zu schweigen von den diversen Sonderaufgaben, die dem Betriebshof zukommen, angefangen bei Einsätzen im Katastrophenschutz, bei Wahlen und Verkehrszählungen oder der Festwoche. Zweimal pro Jahr „werden Winterdienstseminare für Kollegen aus ganz Deutschland“ durchgeführt, erwähnte Gail einen weiteren Punkt in der noch langen Aufgabenliste des Betriebshofes.

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