Eindeutiges Votum

Vergangene Woche waren die Befürworter des neuen Stadttors noch guter Dinge und machten in der Innenstadt fleißig Werbung. Am Sonntag folgt dann die große Enttäuschung – eine Mehrheit ist gegen den Bau. Foto: Schubert

Die Spannung im Saal war kaum noch zu überbieten: Befürworter wie auch Gegner der Projektes „Neues Stadttor Isny“ standen im Großen Saal des Isnyer Kurhauses und starrten auf die Projektion auf der Bühne. Lange hat man nun darum gerungen dieses Projekt auf den Weg zu bringen oder zu verhindern. Am Ende war das Ergebnis eindeutig: 72 Prozent der Wähler sprachen sich gegen das Projekt aus, nur 28 Prozent dafür.

Von den insgesamt 10306 Stimmberechtigten fanden immerhin 6482 am Sonntag den Weg zur Urne. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 62,9 Prozent. Der zuvor von der SPD im Gemeinderat eingebrachte Antrag, den Bürgerentscheid anzusetzen um in direkter Demokratie die Bevölkerung mit entscheiden zu lassen wie sie zu dem futuristisch anmutenden Glasbauwerk steht – auch wenn die Kosten von rund 20 Millionen Euro nicht von der Stadt zu tragen sind – war von der Stadtverwaltung und den anderen Fraktionen weitgehend gebilligt worden. Monatelang war das neue Stadttor nun Thema Nummer eins bei jedem, der sich für Isny und Isnys Zukunft einsetzen will. Das Ergebnis hatte für alle Beteiligten die Dimension eines Erdrutsches. Die Anspannung ließ schließlich nach, die Luft ist draußen und auch eine Abstimmungsbeteiligung von rund 62 Prozent kann sich sehen lassen. Für Bürgermeister Rainer Magenreuter war es am Sonntagabend kein leichter Gang, als absoluter Befürworter des Projektes das aus seiner Sicht ernüchternde Ergebnis bekannt geben zu müssen. Das nun zu analysieren und so auf objektive Beine zu stellen wird eine der nächsten Aufgaben sein.

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