Eindrucksvolle Darbietung

Die beiden Duracher Karatekas Joachim Füssinger und Thomas Dannheimer haben sich am Wochenende bei der Deutschen Karatemeisterschaft der Leistungsklasse in Erfurt die Bronzemedaille erkämpft.

Los ging die Meisterschaft mit der Disziplin Kata-Team Herren. Die Kampfgemeinschaft Kempten-Durach, bestehend aus Jayson Schinköthe, Robert Hittman und Joachim Füssinger, mussten sich im ersten Duell gegen BC Todtnau durchsetzen. Das gelang auch mit der Kata Jion. Die zweite Herausforderung gegen KC Bonn konnten die drei ebenfalls mit der Kata Kankusho für sich entscheiden. Nun ging es um den Poolsieg und um den Einzug ins Finale gegen den KV Limburg. Diese Mannschaft war in den Vorrunden sehr stark und konnte mit der Kata Unsu auch die Kampfrichter überzeugen. Die Allgäuer war somit in der Trostrunde, wo sie eine ausdrucksstarke Unsu und ein starkes Bunkei (Anwendung der Kata ) gegen den VfL Wolfsburg demonstrierten. Der Lohn dafür war der dritte Platz. Joachim Füssinger durfte nach einer zweistündigen Pause dann wieder an den Start in der Disziplin Kumite - 67 Kilo. Souverän löste er die erste Aufgabe gegen Philipp Esser aus Köln mit 6:3 Punkten, unterlag aber dann im zweiten Kampf gegen Maurizio Micciche von Bous knapp mit 5:3 Punkten. Da dieser aber nicht Poolsieger wurde, konnte Joachim Füssinger auch nicht in der Trostrunde antreten. Tapfer schlug sich der Neuling in der Senioren-Klasse, Waldemar Eberhard, im Kumite. In der Gewichtsklasse –75 Kilo konnte sich der Duracher trotz vorheriger Krankheit mit schnellen Fausttechniken in drei Begegnungen klar mit 10:2; 4:2 und 4:0 durchsetzen und scheiterte nur im Kampf um den Poolsieg. Unachtsamkeit kostet Sieg Gut lief es auch beim kleinen drahtigen Thomas Danheimer in der Gewichtsklasse –60 Kilo. Der erste Kampf gegen Stephan Rewohl aus Halle war ein harter Brocken, dennoch stand es am Schluss 2:0 für Dannheimer, der danach auch mit 4:1 gegen Neumann aus Köln überzeugte. Auch Nestler aus Albstatt konnte mit 2:0 besiegt werden und nun standen die Chancen gut, ins Finale einzuziehen, wenn da nicht Alexander Heimann aus Gummersbach gewesen wäre. Beide schenkten sich nichts und nach der regulären Kampfzeit stand es 5:5, was Verlängerung bedeutete. Dannheimer musste nach einer Unaufmerksamkeit zwei Punkte abgeben, was ihn schließlich den Sieg kostete. Im kleinen Finale in der Trostrunde um den dritten Platz war noch einmal Kraft und Konzentration angesagt. Dannheimer besitzt diese Eigenschaften, mit 4:0 besiegte er Oliver Contier aus Heiligenwald und nahm die Bronzemedaille entgegen. Am Sonntag ging es weiter mit den Mannschaftskämpfen. Im erstem Kampf musste das Team, die Kampfgemeinschaft Südbayern, die aus Joachim Füssinger, Thomas Dannheimer, Waldemar Eberhard (Durach-Weidach), Timo Lowinger (Kempten), Hans Hawe (Trostberg), und Heinrich Leistenschneider (Straubing) besteht, gegen die Kampfgemeinschaft Hamm-Lengo ran. Dort ließen sie nichts anbrennen und gewannen durch Füssinger, Leistenschneider und Dannheimer mit 3:1. Anschließend kam das Team aus Berlin auf die Bayern zu. Dannheimer durfte vom Wettkampfarzt aus nicht mehr antreten, da ihn sein Gegner im letzten Kampf schwer am Kopf verletzt hatte. Entschieden wurde das Match erst durch einen Sieg von Lowinger im letzten Kampf, nachdem Eberhard unentschieden kämpfte, Füssinger knapp verlor und Leistenschneider und Hawe einen Sieg einfahren konnten. Am Ende hieß es 3:2 für das Team aus Südbayern. Die nächsten Gegner waren die Vorjahressieger aus Ludwigsburg/Baden-Württemberg. Die spielten ihre Erfahrung aus und besiegten das Team mit 3:1. Der Sieg durch Leistenschneider war lediglich nur Ergebniskorrektur. Nun hatte die Kampfgemeinschaft durch einen Sieg gegen Nippon Gotha/Thüringen noch die Chance, sich die Bronzemedaille in der Trostrunde zu holen. Aber durch die Niederlagen von Füssinger, Eberhard und Hawe war dieser Traum schnell vorbei und das Team mussten sich mit dem 5. Platz zufrieden geben. Am kommenden Wochenende sind die drei Duracher Karatekas bereits wieder auf der nächsten Meisterschaft im Einsatz, dieses Mal bei den Italien-Open in Mailand.

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