Eine Ära geht zu Ende

Ursula Schubert (3.v.l.) zusammen mit ihrer letzten Stadtführungs-Gruppe am Samstag vor der Nikolaikirche. Foto: Schubert

Wenn man fast vier Jahrzehnte lang Gäste durch Isny führt und so Werbung für das Allgäustädtchen macht, dann kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem man zu sich selber sagt: „Wenn’s am Schönsten ist, sollte man aufhören.“ Gesagt getan – am vergangenen Samstag führte Ursula Schubert letztmals eine Gruppe durch Isny und kann nach 38 Jahren als Stadtführerin nun auf eine stolze Statistik zurück blicken.

In 1824 Führungen brachte sie in den vergangenen 38 Jahren 45 610 Gästen auf ihre ganz eigene Art Geschichte und Geschichten aus Isny und aus der Region nahe. Sie präsentierte Historisches, einen Überblick über Natur und Kultur und vergnügliche Anekdoten von stolzen Reichsstädtern. 1972 hatte der damalige Leiter des „Verkehrsamts“, Rudi Winkler, Ursula Schubert als Stadtführerin angeworben. „Selbst ist die Frau“, war da ihr Motto, denn für Isny und auch für sie war das „Neuland.“ Von allen fast 2000 Führungen war keine wie die andere. Ob Sonnenschein, Regen oder Schnee, feiertags oder an Wochentagen und zu jeder Tageszeit: Geführt wurde immer, wenn es angesagt war. Auch über die Gäste gäbe es einiges zu berichten. Von Japanern bis zu Russen (mit Dolmetscher) vom Akademiker bis zum Kindergartenkind kam jeder auf seine Kosten. Der 1. Vorsitzende des Vereins „Isny Aktiv“, Rüdiger Walzer, nahm den Entschluss von Ursula Schubert mit Bedauern zur Kenntnis. „Da geht der Stadt ein großer Schatz an Wissen verloren, aber ihre Tochter, Katharina Briechle-Schubert, ist ja vor einigen Jahren in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten und setzt die Tradition fort.“ „Es war eine schöne Zeit“, bilanzierte Ursula Schubert selbst und hofft: „Die Stadt Isny von ihrer schönsten Seite zu präsentieren und den 45 160 Gästen schmackhaft zu machen so oft als möglich wieder nach Isny zu kommen, ist mir hoffentlich gelungen.“

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