Eine Nummer zu groß

Der ESC Kempten hat sein zweites Auswärtsspiel in der Eishockey-Landesliga West gegen den Titelfavoriten ESV Königsbrunn mit 4:8 verloren. ESC-Coach Helmut Wahl musste auf acht Spieler, die beruflich, krankheitsbedingt oder noch gesperrt sind, verzichten. So standen ihm nur 14 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung.

Kaum war das Spiel angepfiffen, gerieten die Kemptener „Sharks“ gleich zwei mal in Unterzahl. Die Königsbrunner konnten trotz zwei Mann mehr auf dem Eis aber zunächst kein Kapital daraus schlagen. Wenige Minuten später hatten die Sharks die Möglichkeit mit einem Mann mehr auf dem Eis das erste Tor zu erzielen. Allerdings waren die Pinguine brandgefährlich in Unterzahl. Sie lauerten auf Konter und nutzen solchen zum 1:0 durch Cmut Marek. In der 12. Spielminute machten es die „Sharks“ besser, Alexander von Sigriz konnte den Ausgleich erzielen. In den weiteren Spielminuten gewann das Spiel zunehmend an Fahrt und es gab einen offenen Schlagabtausch auf beiden Seiten. Zunächst waren es die Pinguine, die das 2:1 markierten, ehe Kempten in doppelter Überzahl durch Marcus Kubena das Unentschieden wieder herstellten. Der ESC machte mächtig Druck, sodass in der 19. Minute Matthias Weißschuh seine Mannschaft mit 3:2 in Führung bringen konnte. Diese Führung hielt allerdings nicht lange. Als die „Sharks“ immer noch im Powerplay waren, gelang den Pinguinen wieder in ein schneller Konter und es stand 28 Sekunden vor der ersten Pause 3:3. Im 2. Drittel wurden die Pinguine langsam stärker, vor allem die Topspieler Ullmann Patrick, Cmut Marek und die Weigant-Brüder brachten die ESC-Abwehr des öfteren in Bedrängnis. Mit einem Doppelschlag in der 26. und 27. Minute konnten sie auf 5:3 davon ziehen. Marcus Kubena brachte den ESC wieder ins Spiel, als er in Überzahl einen strammen Schuss ins linke Eck netzte. Keine zwei Spielminuten später, als ein ESC-Spieler den Puck nicht rechtzeitig aus der Abwehrzone beförderte, schnappte sich Patrick Weigant die Scheibe und stellte mit 6:4 den alten Abstand wieder her. "Sharks" ohne Chance Im letzten Drittel erhöhten die Pinguine nochmal den Druck aufs Kemptner Gehäuse. Die „Sharks“ wurden teilweise eingeschnürt und ESC-Schlussmann Danny Schubert geriet unter Dauerbeschuss, hielt sein Team aber zunächst noch im Spiel. Mit zunehmender Spieldauer machte sich allerdings der Kräfteverschleiß bemerkbar. Ein erneuter Doppelschlag in der 55. und 57. Minute besiegelte die zweite Auswärtsniederlage. Fazit: Trotz der zahlreichen Ausfälle etlicher Leistungsträger kämpfte die Mannschaft bis zum Umfallen. Der ESC konnte zwar nicht mit drei Reihen spielen, trotzdem verdient die Mannschaft vollen Respekt und Anerkennung. Insgesamt ist das Ergebnis um zwei Tore zu hoch ausgefallen.

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