Eine Oase der Ruhe

Der Herbisweiher, hinter Neutrauchburg Richtung Schwanden oder vom Wanderparkplatz bei Schwanden durch den Wald leicht zu erreichen, ist ein altes Gewässer. Schon 1511 wird er als Fischgewässer erwähnt, Mitte des Jahrhunderts wurde er dann aufgegeben, abgelassen und das Gelände aufgeforstet. Nur noch der Herbisweiher-Bach plätscherte durch die Senke. Die Tannen und Fichten bekamen laufend „nasse Füße“ und gediehen nicht so recht. Nun haben die Waldburg-Zeil-Kliniken und die Stadt Isny den Weiher als Naherholungsgebiet wiederbelebt.

Den Gedanken, das Gelände wieder anders zu nutzen, hatten die Verantwortlichen bei den Waldburg-Zeil Kliniken schon lange. 2001 erfolgte die wasserrechtliche Genehmigung zum Aufstauen und klassischer Fischereiwirtschaft. Der Wald in dem Gebiet wurde gerodet und zusammen mit Isny die weiteren Arbeiten geplant. Der marode Damm musste erneuert und ein „Mönch“ eingebaut werden, um den Wasserstand regulieren zu können und auch die Pflege der Wanderwege wurde vereinbart. Ruheplatz für Wanderer Schnell hatten die Kliniken 70000 Euro verbaut, 2006 wurde der Weiher dann aufgestaut. Im Winter wird das nun entstandene flache Gewässer abgelassen, um den Grund auszuwintern und sol eine Überdüngung mit organischen Nährstoffen zu vermeiden. Gleichzeitig will man in dieser Zeit Arbeiten vornehmen können. Jetzt bieten ein Steg und Ruhebänke den Wanderern und Spaziergängern Gelegenheit, sich auszuruhen und die Natur zu genießen. Diese Maßnahmen haben 50000 Euro gekostet, an denen vor allem die Stadt Isny beteiligt war. Die ständige Pflege und Beobachtung teilen sich Stadt und Waldburg-Zeil-Klinken. Besonders achten die Verantwortlichen darauf, im Weiherbereich die pflanzlichen Exoten wie zum Beispiel das Springkraut kurz zu halten. Sinn der ganzen Maßnahme ist es, den „sanften Tourismus“ zu fördern und für die Kurgäste und ihre Besucher ein erreichbares Ziel für kleinere Exkursionen zu schaffen. Empfindliches Biotop Erstaunlich ist es, wie die Natur sich das Gebiet in seinem Ursprung zurückholt und wie Amphibien und Vögel sich auf die neue Umgebung einstellen. Stefan Hövel, Biologe und seit einigen Jahren auch in Isny im Einsatz, bietet über die Isny Marketing GmbH geführte Wanderungen in dem Gebiet an. Alexandra Haug, bei der Stadt beschäftigt und als Diplomingenieur für Landespflege in sämtliche Projekte in und um Isny involviert, hatte viel dazu beigetragen, dass dieses Biotop wieder entstehen konnte. Eine „Oase der Ruhe“ ist entstanden, mit der man sorgfältig umgehen sollte, damit jeder Besucher seine Freude daran haben kann.

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